Die Welt erkunden

Bestiarium · The Witcher 3: Wild Hunt Remastered

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BestiariumEndriagenarbeiterinnenBestiarium

Ich habe die Arbeiterinnen für harmlos gehalten. Ich lag falsch. - Janne das Hinkebein, Fallensteller Arbeiterinnen sind die am weitesten verbreitete und damit auch die am häufigsten anzutreffenden Endriagenkaste. Innerhalb der Kolonie haben sie die Aufgabe, Nester und Kokons zu bauen, Nahrung zu beschaffen und sich um die Brut zu kümmern. Wenn sie bedroht werden, rufen sie Krieger herbei. Müssen sie sich jedoch selbst verteidigen, tun sie auch dies - und zwar überraschend effektiv.

BestiariumEndriagendrohnenBestiarium

Faule Tunichtgute werden manchmal als Drohnen bezeichnet. Das ist eine Beleidigung für die Endriagendrohnen, die sich immerhin zu Kämpfen aufraffen. - Evelynn Harker, Kräuterfrau Männliche Endriagen, die sogenannten Drohnen, sind gefräßige Kreaturen, die nichts als Fressen, Kämpfen und Fortpflanzen im Sinn haben. Wenn sie das Nest verlassen, fallen sie als aggressive Jäger alles und jeden in Reichweite an.

BestiariumArachnomorphBestiarium

Die Spinne darf sich nicht mit der Fliege paaren. - Ophirisches Sprichwort Diese Redewendung ließe sich auch auf Arachnomorphe und alles anwenden, was ihnen nicht entfliehen kann - also praktisch jede andere Kreatur. Dabei müssen Bauern und Holzfäller sich noch am wenigsten vor ihnen fürchten, denn Arachnomorphe bevorzugen als entfernte postkonjunktive Verwandte der Spinnen tiefe, finstere Höhlen und abgelegene Moore. Wer dennoch auf einen Arachnomorph stößt, hat Glück, wenn er ein reines Gewissen und Ordnung in seine irdischen Belange gebracht hat, da sein Leben umgehend enden wird - vor Arachnomorphen kann man nicht davonlaufen, und nur ein paar wenige Hexer wissen sie zu töten. Noch schlimmer sind Arachnomorph-Colossi - aggressiver, gefährlicher und imstande, binnen Sekunden einen Ochsen zu verschlingen.

BestiariumDas BienenphantomBestiarium

Etwas hat uns die Felder und Bienenkörbe zerstört. Wir glauben, dass es ... das Bienenphantom war. Holofernes Meiersdorf

BestiariumMutterschleimlingeBestiarium

Wenn es Feuer spuckt, mit einem giftstachelbewehrten Schwanz um sich schlägt, über scharfe Zähne und noch schärfere Krallen verfügt und seine Beute mit Schallstößen umwirft, dann ist es ein Schleimling. Bei diesem Arsenal ist es kein Wunder, dass diese Draconiden oft für Drachen gehalten werden. Experten jedoch - soll heißen: Hexer - wissen, dass Schleimlinge eine ganz andere Spezies sind, viel kleiner als Drachen und viel weniger gefährlich. Mit einer Ausnahme: Schleimlingweibchen in der Brunftzeit oder - noch schlimmer - nach der Eiablage. Wer solchen Exemplaren gegenübersteht, ist gut beraten, die Beine in die Hand zu nehmen und ohne einen Blick zurück zu flüchten, so schnell er kann.

BestiariumDer Geist von DaphneBestiarium

In Toussaint bekam Geralt einmal einen Fall von Gynodendromorphie zu Gesicht - also eine Frau, die in einen Baum verwandelt worden war. Ein Schnitt in die Rinde brachte Blut zum Vorschein. Wenn der Wind durch die Blätter strich, war ein leises Schluchzen zu hören. Der Hexer untersuchte die Angelegenheit und erfuhr, dass der Verwandlung vermutlich ein Zauber oder Fluch zugrundelag, der mit der Vergangenheit der Unglücklichen zu tun hatte. Daphnes große Liebe, ein Ritter, war zum Luchsfelsen aufgebrochen und nie zurückgekehrt. Sie wartete noch immer auf ihn, erfüllt von Sehnsucht und Trauer.

BestiariumKreischlingeBestiarium

Ich hörte, ihr habt ein Problem? Ein Monster, das ihr Kreischling nennt? Ja, das ist hier unterwegs. Holt sich Kühe und Ziegen, verschmäht aber auch Menschen nicht, wenn es ihnen begegnet. - Gespräch in Krähenfels

BestiariumKikimora-ArbeiterBestiarium

Der alte Trottel kam grün und blau zurück und behauptete, er sei im Wald von Kikimoras angegriffen worden. Das kann er seiner Großmutter erzählen! Seine Kumpels haben ihm das Fell gegerbt, weil er sie beim Gwint betrogen hat. Wären es Kikimoras gewesen, so wäre er jetzt tot. Und ich hätte endlich Ruhe. - Lavinia, Frau eines Tavernenwirts aus Beauclair Kikimoras leben in Kolonien wie kleinere Insektenarten, Ameisen beispielsweise. Eine Kikimorakolonie hat eine Königin und weist eine Sozialhierarchie auf. Kikimora-Arbeiter erledigen die Nahrungsversorgung des Nests, Kikimora-Krieger verteidigen das Nest gegen Angreifer. Ein einzelner Arbeiter stellt selbst für schwache Personen oder Kinder keine Gefahr dar. Allerdings sind Begegnungen mit einzelnen Exemplaren selten. Kikimora-Arbeiter bewegen sich üblicherweise in Gruppen von rund einem Dutzend Individuen. Die einzige Verteidigung eines normalen Menschen gegen einen Schwarm Kikimoras besteht in sofortiger Flucht. Auch dies ohne Garantie.

BestiariumAlpeBestiarium

Sah aus wie eine Bruxa, war aber keine Bruxa ... - Konversationsfragment zwischen dem Ältesten von Falkoane und einem Hexer Alpe sind Vampire, die den Bruxae nicht unähnlich sind. Manche nennen sie auch Phantome. Der Name geht darauf zurück, dass Alpe Menschen verfolgen und quälen. Üblicherweise nehmen sie die Gestalt von Frauen an, können aber auch als Tiere erscheinen. Besonders häufig findet man sie in der Nähe von Dörfern. Sie greifen nachts an und haben zu Vollmond die aktivste Phase. Speichel von Alpen wirkt als starkes Schlafmittel und verursacht bei Schlafenden Albträume. Manche glauben, dass Alpe der Kern der Geschichten von Leuten sind, die gesund zu Bett gehen und morgens schneeweiß und blutleer aufgefunden werden.

BestiariumWumm-a-wummBestiarium

Sie in Haus von Troll laufen. Troll sagen, "Raus Männer!" Aber sie wumm-a-wumm Trollfelsen. Also Troll auch wumm! - Als Wumm-a-Wumm bekannter Felstroll

BestiariumWerwölfeBestiarium

Wölfe sind nicht so bösartig, wie man sagt. Werwölfe hingegen sind noch viel bösartiger. - Elsa Vilge, Schützin Werwölfe sind teils Mensch, teils Wolf. In der Tierform dominieren die schlimmsten Eigenschaften beider Wesen: der Tötungstrieb des Wolfs und seine Gier nach rohem Fleisch, dazu die grausame, berechnende Intelligenz des Menschen. Werwölfe sind das Ergebnis von Verfluchungen. Die Verwandlung vollzieht sich außerhalb ihrer bewussten Kontrolle. Wenn sie wieder zu Menschen werden, erinnern sie sich nicht an ihre Taten - wenn sie es täten, würden sie den Verstand verlieren oder sich umbringen.

BestiariumWasserweiberBestiarium

Die Leute sagen, Wasserweiber seien mit Ertrunkenen verheiratet. Wenn das wahr ist, ist es kein Wunder, dass sie so garstige Luder sind. - Shemhel von Dregsdon In einigen Märchen kommen Wasserweiber und Sumpfschrullen vor, die sich als verirrte alte Frauen ausgeben, um Reisende in ihre verfallenen Sumpfhütten zu locken. Tatsächlich muss man schon blind oder sturzbetrunken sein, um die verrottete, nach Aas stinkende Behausung eines Wasserweibs für ein gemütliches Heim und das grässliche Weib selbst für ein unschuldiges altes Mütterchen zu halten. Die Kreaturen sind faltig, warzenbedeckt, knapp zwei Meter groß und von grünrosa Farbe. Sie stinken nach Moder und Fisch. Aus ihrem Rücken ragen zwei handspannenlange, knochige Fortsätze, ihr verfilztes Haar gleicht Seetang, und ihre Klauen würden jedem Werwolf zur Ehre gereichen.

BestiariumGreifenBestiarium

Ja, halb Adler, halb Katze, wie auf dem Wappen des Grafen. Nur dieser hatte statt des Zepters meine tote Kuh in den Klauen. - Anonymer Zeuge eines Greifenangriffs Greifen waren einst nur hoch in den Bergen anzutreffen, wo sie Murmeltiere und Wildziegen jagten. Nach ihren ersten Kontakten zu menschlichen Siedlern wechselten sie jedoch zu einer sehr viel reichhaltigeren und einfacher zu jagenden Beute - nämlich Kühe, Schafe und Schäfer. Diese einst seltenen Kreaturen, halb Adler, halb Wildkatze, vermehrten sich daraufhin innerhalb weniger Jahre zur schlimmsten Plage der Nördlichen Königreiche. Besonders verhasst sind die Unterarten Königsgreif und Erzgreif.

BestiariumMuhmenBestiarium

Muhmen-Schwestern, Hand in Hand, Schrecken zur See wie an Land, wiederholen ohne Rast und Ruh: Drei für dich, drei für mich und nochmal drei muss sein, um zu erhalten neun. Macveth, Akt 1, Szene 3 In den einsamen Ecken unserer Welt gibt es Kreaturen, die älter sind als Menschen, als Akademien und Magier und sogar als Elfen oder Zwerge. Die Muhmen aus dem Buckelsumpf gehören dazu. Niemand kennt ihre wahren Namen oder weiß, um was für Geschöpfe es sich bei ihnen genau handelt. Die gewöhnlichen Leute haben ihnen die Namen Weberin, Brauerin und Flüsterin gegeben und nennen die drei "die Herrinnen des Waldes" oder einfach nur "die guten Herrinnen". Die Muhmen sind die wahren Herrscherinnen von Velen, dessen Bewohnern sie über harte Zeiten hinweghelfen. Als Gegenleistung erwarten sie bedingungslosen Gehorsam. Sie wirken mächtige Magie, die sich aber von der Magie der Magier unterscheidet. Sie ziehen ihre Macht aus Wasser und Erde und sind an das Land gebunden, auf dem sie leben. Die Muhmen hören alles, was in ihren Wäldern geschieht, sie sagen die Zukunft voraus, ändern die Geschicke der Menschen und bedeuten Segen und Fluch zugleich. Die Muhmen scheinen im Grunde genommen unsterblich zu sein. Magische Elixiere schützen sie vor dem Altern und ermöglichen ihnen, das Aussehen junger Frauen anzunehmen. Diese Elixiere und ihre geheimnisvollen Verbindung zum Sumpf, in dem sie leben, geben ihnen übernatürliche Stärke und Kraft.

BestiariumBerserkerBestiarium

Iss deine Suppe, sonst kommt dich ein Berserker holen und verschluckt dich, ohne zu kauen. - Mutter auf Skellige, die ihr Kind schimpft Die Legenden von Skellige erzählen von Menschen, die als Berserker bezeichnet werden. Wenn sie im Kampf in Raserei geraten, verwandeln sie sich in Bären, verlieren alle menschlichen Empfindungen, jede Vernunft und sind von reiner Blutgier erfüllt. Sie müssen diese befriedigen, um wieder menschliche Form annehmen zu können. Diese makaberen Geschichten glaubt natürlich kaum jemand, selbst auf Skellige nicht, obwohl dort die abwegigsten Legenden mit großem Ernst behandelt werden. Berserker dürften also entweder die Gespinste vom Met zerweichten Geister sein, oder sie haben gelernt, ihre Fähigkeiten vor den übrigen Skelligern zu verbergen.

BestiariumTschortsBestiarium

Tschorts sind kleiner als Bies, das stimmt. Aber sie sind immer noch groß genug, um zu töten. - Agnes Distel, Kräuterfrau aus dem Schwarzen Wald Tschorts sind die etwas kleinere Ausgabe der Bies oder Bumbakwetsch. Sollte ein Hexer davon ausgehen, dass sie aufgrund ihrer zierlichen Statur keine Gefahr darstellen, begeht er einen schwerwiegenden Fehler - was seiner Karriere unter Umständen sofort beenden könnte. Diese Bewohner dunkler und alter Wälder gehören zu den gefährlichsten Monstern, die den Menschen bekannt sind.

BestiariumHarrisiBestiarium

Es hat uns angegriffen ... Götter, ich weiß nicht, was das war, mindestens vier Spannen hoch! - Bauersfrau aus Velen

BestiariumDas Monster von TufoBestiarium

Ein Ritter vermag vielleicht einen Ghul zu töten, und ein Bauer mit einer Hundemeute schafft vielleicht einen Bären. Stellen wir jedoch eines klar: Nicht einmal die feinste Stahlrüstung noch Sankt Plegmunds eigenes Schlüsselbein jedoch helfen einem Sterblichen gegen jene Monster, die da tief in der Erde wohnen. - Toussainter Veteran der Herzogswache, Rekrutenausbilder

BestiariumDie Weiße DameBestiarium

Micko und seine Bande ... Wer sind die? Vier Kerle, alles Saufköpfe und Taugenichtse. Nach ein paar Gläsern hatten sie die Idee, die Weiße Dame zu vögeln, damit sie sich vom Acker macht. - Gespräch auf einem Feld vor Novigrad

BestiariumErtrunkeneBestiarium

Am Ufer muss man still sein. Erstens, um die Fische nicht zu verscheuchen. Zweitens, um keine Ertrunkenen anzulocken. - Yanneck von Blaviken, Fischer Ein Ertrunkener sieht aus wie eine Leiche vom Grunde eines Sees. Er ist von kränklich blauer oder grüner Farbe, sondert aus jeder Pore Schleim ab und verbreitet üblen Verwesungsgestank. Daher wird weithin angenommen, dass Ertrunkene ebenso wie ihre gefährlicheren Verwandten - die Wassermänner, Moddernixer und ertrunkenen Toten - aus den Leichen von Leuten entstehen, welche in flachem Wasser ertrunken sind: verirrte Reisende, die in die Sümpfe geraten, Kinder, die zu weit hinausgeschwommen sind, oder - im Falle von Wassermännern - betrunkene Bauern, die von den schmalen Sumpfstegen gefallen sind.

BestiariumDjinnsBestiarium

Aus dem Krug stieg eine glühend rote Dampfwolke. Der Dampf pulsierte und sammelte sich dann zu einer ungleichmäßigen Kugel, die vor dem Kopf des Poeten schwebte. Die erste Sehnsucht. Eine in jeder Hinsicht fantastische Geschichte Ein Djinn ist ein mächtiger Luftgeist, eine Kondensation der Macht dieses Elements - mit Bewusstsein und (wenn auch unangenehmem) Charakter. Der Legende nach können Djinns noch die abwegigsten Wünsche erfüllen, obwohl sie es ungern tun. Besonders mächtige Magier können diese Wesen einfangen und zähmen. Dann steht ihnen die Energie der Djinns zur Verfügung, mit der sie zaubern können, ohne sich üblicher Quellen bedienen zu müssen. Freilich ist dies bisher nur wenigen gelungen, denn Djinns widersetzen sich diesem Ansinnen aufs Heftigste. Um einen Djinn gefangen zu nehmen und dem eigenen Willen zu unterwerfen, muss man ihn zunächst schwächen - und das ist kein Spaziergang. Kämpfe gegen Djinns gestalten sich als außerordentlich schwierig. Sie können Zauber schneller wirken als die meisten menschlichen Magier nach Jahren der Übung. Noch schlimmer: Durch Manipulation ihres Elements Luft können sie gewaltige Windböen, Unwetter, ja Wirbelstürme herbeirufen. Zum Glück sind sie wie die meisten Konstrukte empfindlich gegen Silber. Stahl kann ihnen allerdings nichts anhaben.

BestiariumKoboldBestiarium

Willst du wirklich einen wütenden Hexer sehen? Willst du? - Gespräch in den Straßen von Novigrad

BestiariumBasiliskenBestiarium

Dem edlen Ritter Roderick zum Gedächtnis, der in kühner Schlacht gegen einen Basilisken fiel. Möge das Untier an seinen Knochen erstickt sein. - Grabinschrift auf dem Friedhof von Wyzima Entgegen landläufiger Meinung lassen Basilisken nicht alles zu Stein werden, was sie anblicken. Doch angesichts der Tötungsmöglichkeiten, die ihnen Säure, Gift, Klauen und Zähne sonst noch bieten, ist das nur ein schwacher Trost.

BestiariumÄtherische ErscheinungenBestiarium

Der menschliche Verstand ist so wild und unerforscht wie ein fremder Kontinent. Viele Gefahren lauern darin: Ängste, schmerzhafte Erinnerungen, Traumata. Diese Raubtiere lauern am Rande unseres Bewusstseins auf einen Moment der Schwäche, in dem sie sich zeigen und uns zerstören können. - Arturius Vigo, "Die Essenz von Zaubern und Illusionen" Die Gemalte Welt, entstanden im Bewusstsein von Iris von Everec, war überwiegend von ihren Erinnerungen bevölkert. Es gab darin jedoch auch gefährliche, raubtierartige Kreaturen: die Verkörperungen ihrer Ängste. Am gefährlichsten war die ätherische Erscheinung, die von Iris' größter Angst hervorgerufen worden war und das Gesicht ihres Mannes trug. Die ätherische Erscheinung sah Olgierd nicht nur ähnlich, sie kämpfte auch wie er. Eine Gruppe von sechs dieser Kreaturen lauerte auf Geralt, doch zunächst kämpfte nur eine von ihnen gegen den Hexer. Der Tod dieser ersten erweckte die zweite, die stärker war als die erste, und so ging es weiter: Jede Erscheinung war mächtiger als vorherige, bis sie alle besiegt waren. Dabei musste Geralt vorsichtig sein: Jeder noch so geringe Schaden an einer der Kreaturen, die noch auf ihren Einsatz warteten, würde sie unmittelbar in den Kampf bringen und das Problem damit verdoppeln. Schließlich erwiesen sich Konter zum richtigen Zeitpunkt als beste Taktik gegen diese Albtraumwesen.

BestiariumGaelBestiarium

Vampirbisse ... Und der starke Geruch von Alkohol. - Geralt von Riva

BestiariumTrauerschnepfeBestiarium

Da hat jemand gekocht ... Das ... ist ein Oberschenkelknochen. Von einem Kind. - Geralt von Riva

BestiariumGorgosBestiarium

Acht Kühe hatte ich, fünf davon Milchkühe. Dann kam diese Gorgo vorbei, und jetzt hab ich nur noch ein paar Kuhfladen, die in der Sonne trocknen. - Jethro, Bauer aus Pindal Alberner Aberglaube besagt, dass Gorgos wie Basilisken nur mit ihrem Blick allein töten können. Das ist natürlich Unfug, der Blick einer Gorgo ist nicht gefährlicher als der einer wütenden Gans. Vor ihrem scharfen Schnabel und den tödlichen Peitschenhieben mit dem langen Schwanz sollte man sich allerdings vorsehen.

BestiariumGhuleBestiarium

Ghule kriechen nachts heraus, halten ihren Leichenschmaus. Lebt ein Schmaus noch irgendwie - kein Problem, den töten sie. - Kinderreim Ghule und Graveire sind schwer zu beschreiben. Man könnte behaupten, sie sähen Menschen ähnlich, doch tatsächlich sind sie die reinste Negation alles Menschlichen. Sie haben Arme und Beine wie Menschen, doch sie laufen auf allen Vieren wie Hunde oder Dachse. Sie haben menschenähnliche Gesichter, doch nach Zeichen von Erkennen, Vernunft oder auch nur Bewusstsein sucht man darin vergebens. Sie werden nur von einem einzigen Trieb gesteuert: der unstillbaren Gier nach Menschenfleisch.

BestiariumDettlaff van der EreteinBestiarium

Es war entsetzlich, mit ansehen zu müssen, wie diese freundliche Person sich plötzlich in eine Bestie verwandelte, die Menschen mit der Präzision eines Schlachtermeisters in Fetzen riss ... - Fragment eines Augenzeugenberichts Dettlaff ist ein höherer Vampir und gehört zu den furchterregendsten Wesen der Welt. Einige Vampire seiner Art leben unter den Menschen, und niemand schöpft je den Verdacht, dass sich hinter ihrem gewöhnlichen Äußeren vielleicht etwas ganz anderes verbirgt. Bisweilen sind sie sogar besonders angesehene Mitglieder ihrer Gemeinden. Dennoch kann auch ein solcher Vampir eine ungeheuerliche Gefahr darstellen, wenn er provoziert wird. In seiner menschlichen Form verfügt Dettlaff über einzigartige Angriffe, denen man tunlichst ausweicht. Mit seinen rasiermesserscharfen Klauen schlägt er mit Kraft und Präzision zu. Außerdem versteht er sich ausgezeichnet auf das Führen von Waffen. Als höherer Vampir kann er sich in Nebel verwandeln und seine Gegner umhüllen. In diesem Fall muss man sich vor magischen Pfützen und Angriffen aus der Luft hüten. Wird er verwundet, nimmt er meist seine geflügelte Form an. Seine mächtigen Schwingen betäuben einen Hexer mühelos. Es gilt zu bedenken, dass höhere Vampire unsterbliche Wesen sind, die im Kampf folglich jedes Risiko eingehen können. Außerdem können sie sich unsichtbar machen und Stärke im Kampf regenerieren. Insgesamt stellen sie sogar für Hexer enorm anspruchsvolle Gegner dar.

BestiariumNekkerBestiarium

Seid vorsichtig, Leute, unter der Brücke hausen Nekker. Wenn ihr die Brücke überquert, ohne langsamer zu werden und anzuhalten, passiert nichts. Sollte an eurem Wagen aber eine Achse brechen und ihr hängt dort draußen fest ... Nun, dann schließt ihr besser die Augen und betet zu Melitele. - Kurt Hammerbach, Stadtwache in Vengerberg Ein einzelner Nekker ist harmlos. Fünf sind gefährlich. Zehn können selbst einen erfahrenen Monsterschlächter umbringen. Größere Probleme bereiten die größeren, stärkeren Wesen, die Krieger, wie auch die seltene Nekker-Art namens Púca.

BestiariumDie Erscheinung aus dem GemäldeBestiarium

Erscheinungen sind oft an Objekte gebunden, die für sie im Leben besondere Bedeutung hatten - oder an Orte wie die Stätte ihres Todes. In beiden Fällen besteht die Verbindung in einem starken emotionalen Band, aus dem die Erscheinung Energie bezieht. - Inigo Swann, "Jenseits der natürlichen Welt" Als Geralt durch das verlassene Anwesen der von Everecs wanderte, stieß er auf die Erscheinung einer Frau, die im Haus spukte. Der rastlose Geist hatte Macht über die Einrichtungsgegenstände des Hauses, vor allem über die Bilder. Sie bewegte sich frei durch die Leinwände - in eine hinein, aus der anderen wieder heraus. Zunächst versuchte die Erscheinung, Geralt zu vergraulen. Als die Strategie nicht fruchtete, griff sie ihn direkt an. Geralts Kampf gegen die Erscheinung war hart, denn seine Kontrahentin war vom Zorn getrieben und führte ihre Angriffe mit hitziger Aggressivität. Der Hexer musste blitzschnell sein, um ihre Angriffe zu parieren. Er kam kaum zu Atem, geschweige denn zum Gegenangriff. Außerdem stand die Erscheinung mit den Gemälden ringsum in Verbindung und hörte erst auf, sich über die Bilder zu regenerieren, als Geralt diese Verbindung zerstörte. Der Schlüssel zum Sieg über die Erscheinung aus dem Gemälde? Paraden ihrer Angriffe und nur sporadische Angriffe zu klug gewählten Zeitpunkten. Jeder halbherzige Angriffsversuch wurde mit einem mörderischen Gegenangriff bestraft.

BestiariumWildschweineBestiarium

Sieh nur, wie das kleine Schwein seine kleinen Hauer wetzt. Und es dann im finst‘ren Tann sie mit frischem Tau benetzt. Wie es artig lächelt, die Schweinshufe spreizt, und mit seinem Lächeln bei Damen nicht geizt. - Ludwig von Charolle, Mathematiker, Autor und Dichter Diese Waldkreaturen sind getreu ihrem Namen "wild" - ungezähmt, hinterlistig und aggressiv. Bis heute sind zahlreiche Bauern in Kaedwen überzeugt, dass Wildschweine sich ausschließlich von jungen Frauen ernähren. Tatsächlich fressen sie vor allem Wurzeln und Eicheln. Man glaube deswegen aber ja nicht, Wildschweine wären harmlos. Sie sind so kompakt und ihre Zähne so scharf, dass man sie getrost als fellbedeckte Kampfmaschinen bezeichnen kann. Mutter Natur hat sie außerdem mit zwei Doppelhauern ausgestattet. Diese Bewaffnung macht sie zum Schrecken der Wälder und zur Bedrohung aller Anwohner, Menschen und Sonstige. Ihre harten keulenförmigen Schnauzen werden von manchen Bauern als "Pfeifen" bezeichnet, obwohl man kein Schwein je hat pfeifen hören. Stattdessen ist ihr Grunzen charakteristisch, das man auch für das Schnarchen eines übergewichtigen Mannes halten kann. Eine weitere Bauernweisheit besagt, dass Wildschweine ziemlich launische Naturen sind. Fühlen sie sich beleidigt, toben sie sich an Zäunen und Kartoffeläckern aus. Wildschweine sind manchmal Einzelgänger, leben aber meist in Rotten mit drei bis fünf Exemplaren.

BestiariumSirenenBestiarium

Wenn du draußen auf See eine wunderschöne Frau singen hörst, wende sofort das Schiff. Hast du verstanden? Auch wenn das bedeutet, dass du direkt zurück in einen Sturm segelst. - Arike von Hindarsfjall, der seinem Sohn vor dessen erster Fahrt alleine diesen Rat erteilte Wie erfahrene Jäger hölzerne Enten benutzen, um Erpel anzulocken, locken Sirenen und Lamien Menschen mit ihren Körpern als Köder an. Sie können ihre Gestalt verändern, sodass sie wie wunderschöne menschliche Jungfrauen aussehen, die allerdings einen mit silbernen Schuppen bedeckten Schwanz statt Beine haben. Sobald sich ein naiver Seemann in Reichweite dieser wunderschönen Kreaturen begibt, werden ihre Gesichter plötzlich zu fischähnlichen Mäulern mit scharfen Zähnen und die Schwänze, die zuvor ungeahnten Freunden versprachen, verwandeln sich in tödliche Krallen.

BestiariumEistrolleBestiarium

Unser Winter ist kalt, der Frost macht vor deinen Füßen nicht Halt, der Schnee fällt und verdeckt den Grund, die Eistrolle erwachen und nun geht's rund! - Volkslied aus dem nördlichen Kaedwen Auf die schneebedeckten Gipfel zu klettern, ist keine sichere Sache. Es besteht die Gefahr, in eine Spalte zu fallen, unter einer Lawine begraben zu werden - oder einem Eistroll zu begegnen. Anders als die Felstrolle, die sich in geringeren Höhen aufhalten, sehen diese in Permafrostregionen lebenden Monster jeden Menschen als Leckerbissen an.

BestiariumAlghuleBestiarium

Alghule sind die beschissensten aller Ghule. - Yarpen Zigrin, Zwergenkrieger Alghule unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, Stärke, Farbgebung und vor allem ihrer Intelligenz von normalen Ghulen. Während Ghule und Graveire primitive Kreaturen sind, die nicht mal einfache Überfälle planen können, sind Alghule und artverwandte Wesen wie Zemetauren zu planerischem Vorgehen fähig und daher weitaus gefährlicher.

BestiariumHundeBestiarium

Es heißt, der Hund sei der beste Freund des Menschen ... Aber in diesen schlechten Zeiten sollte man sich selbst vor diesen Freunden in Acht nehmen.- Alfred Pankratz, Bettler aus Novigrad Einige behaupten, Hunde seinen die Spiegelbilder ihrer Herren. Ein Haustier, das gut behandelt wird, belohnt seinen Besitzer mit Treue und Vertrauen, wohingegen ein schlecht behandeltes Tier Schreie mit Bellen und Tritte mit Bissen belohnt. Da es unzählige schlechte Menschen gibt, gibt es auch unzählige schlechte Hunde. Am gefährlichsten sind die streunenden Köder, die vor den Menschen jeglichen Respekt verloren und Geschmack an Blut und Aas gefunden haben.

BestiariumKatakaneBestiarium

Melitele, Große Mutter, beschütze uns vor dem Bösen, vor unreinen Teufeln und verdorbenen Dämonen und vor allem vor den Fängen von Katakanen und Nosferatu ... - Auszüge aus einem Gebet Katakane und ihre gefährlicheren Verwandten, die Nosferatu, stellen die Verkörperung der menschlichen Ängste dar. Sie verstecken sich in den Schatten. Sie ernähren sich von Blut. Sie gleichen riesigen Fledermäusen - aber sie haben längere Reißzähne und noch längere Krallen. Und als ob sie nicht schon für genügend Angst sorgen würden, können sie sich obendrein unsichtbar machen und ungesehen abwarten, wie ihre Opfer von der Angst vor dem bevorstehenden Angriff überwältigt werden.

BestiariumGroßer böser WolfBestiarium

Was ich für große Tatzen habe? Nun, ganz einfach: Ich trainiere. - Großer böser Wolf Der große böse Wolf im Land der Tausend Märchen war wie die anderen Einwohner des seltsamen Gefildes von Artorius Vigo nach Motiven aus Volksmärchen erschaffen worden. Einst war er der Spielkamerad der herzoglichen Töchter, der gewisse Szenen mit einem rotkäppigen Mädchen und deren Großmutter spielte, aber so, wie das Märchenland allmählich degeneriert war, war auch der Wolf degeneriert. Geralt und Syanna fanden den großen bösen Wolf in schwer verkatertem Zustand und entsprechend kooperationsunwillig vor. Doch unsere Helden brauchten nun mal die Bohne, die der Wolf hatte. Sie zwangen ihn, sein Märchen aufzuführen. Dieses endete, wie es immer geendet hatte: Der große böse Wolf fiel beißend und kratzend den Jäger - gespielt von Geralt - an, während seine eigenen Verwundungen fast sofort heilten. Es war unausweichlich, dass der große böse Wolf getötet und aufgeschnitten wurde. Diesmal fanden sich in seinem Bauch jedoch nicht Rotkäppchen samt Großmutter, sondern eine magische Bohne.

BestiariumSarastiBestiarium

Im Schutt haben wir eine Kammer gefunden. Mit einer schlafenden Bestie. Wir haben die Stützbalken zerstört, die Decke ist eingestürzt. Aber das Monster wurde nicht begraben ... - Bytomir aus Velen über seine Begegnung mit einem Ekimma

BestiariumKikimora-KriegerBestiarium

Dann rief die Kikimora-Prinzessin all ihre loyalen Schwestern zu sich, und es ging los! Gemeinsam stürzten sie sich auf den Feind, der ihre Königin bedrohte. "Die Kikimora-Prinzessin und die Bergriesen" - Cornelius Briggs (Fragment eines Zwergenkindermärchens) Wie genau Kikimoras miteinander kommunizieren, ist nicht bekannt. Autopsien sind aufgrund der starken Giftigkeit der Exemplare nicht durchführbar. Gelehrte haben immerhin herausgefunden, dass Kikimoras offenbar keine erkennbaren Ohrmuscheln besitzen. Der Amateurforscher Graf di Salvaress hat in seiner Abhandlung "Mit dem Mikroskop unter Monstern" die Theorie geäußert, dass Kikimoras über ein hochentwickeltes Geruchssystem verfügen und mithilfe von Schwebepartikeln kommunizieren, die für den Menschen nicht zu erkennen sind. Eine Bestätigung oder Widerlegung der Theorie steht noch aus.

BestiariumBrüllaffeBestiarium

Ich bin wegen des Auftrags hier. Hast du eine Ahnung, was für ein Monster es ist? Nein, aber es muss ziemlich groß sein. Es hat ein Dutzend Wölfe gerissen. - Gespräch in Lindenvale

BestiariumProtoflattererBestiarium

So einen Vampir habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen. - Geralt von Riva, Hexer Protoflatterer sind mit Flatterern verwandt, welche bei der Sphärenkonjunktion aus der Welt der höheren Vampire in die unsere kamen. Die Vertreter der Spezies zeichnen sich durch ihre beträchtliche Körperkraft und Wendigkeit sowie durch die Tatsache aus, dass sie eigentümlich zu leuchten scheinen - vermutlich ist dies auf ihre außerweltliche Natur zurückzuführen. Protoflatterer interagieren kaum mit der äußeren Welt. Sie haben die Höhle des Unsichtbaren praktisch nie verlassen, weil die Atmosphäre dort ihrer Heimatwelt recht ähnlich ist.

BestiariumDas Biest von BeauclairBestiarium

Augenzeugen heftiger Angriffe haben hinterher immer Schwierigkeiten, die fraglichen Monster zu beschreiben. Viele Bestien sind flink, greifen nachts an und die Zeugen sind schockiert und üblicherweise damit beschäftigt, ihre Haut zu retten. Deswegen wissen Hexer oft nicht genau, womit sie es zu tun haben, bis sie selbst auf Spuren oder sonstige Hinweise auf die Identität des Monsters stoßen. So war es auch mit dem Biest von Beauclair. Geralt wusste, dass es Tote gab und das Monster schwer zu fassen und teuflisch schlau war. Alles, was er sonst noch hörte, war offenkundig das Produkt furchtgespeister Fantasie.

BestiariumTherazaneBestiarium

Ich glaube nicht an Geister - ganz einfach. Aber meine Männer sagen, das Haus zittere des Nachts, Wände würden einstürzen, sogar die Fußböden sich bewegen. - Kurt Dysart, Graf von Anchor

BestiariumDer KrötenprinzBestiarium

Das Mädchen trat ans Teichufer. Dort sah sie inmitten der duftenden Seerosen etwas höchst Ungewöhnliches auf einem Blatt sitzen: einen kleinen grünen Frosch mit einer goldenen Krone auf dem Kopf. Das Mädchen war begeistert von der merkwürdigen Kreatur, hob sie auf und gab ihr einen Kuss. Sofort verwandelte sich der kleine Frosch in einen hübschen Prinzen. Voller Dankbarkeit bat er das Mädchen, seine Frau zu werden. - Volksmärchen, Autor unbekannt Zeitlose Märchen enthalten immer einen Funken Wahrheit. Die Mär vom Froschkönig macht da keine Ausnahme - daran glaubten jedenfalls die Einwohner von Oxenfurt, als sie in der Kanalisation eine gigantische Kröte fanden. Jene Damen, die sich auf der Suche nach Romantik und einem besseren Leben in diese Katakomben begaben, nahmen jedoch ein sehr unglückliches Ende. Sie trafen nämlich nicht auf einen niedlichen kleinen Frosch, sondern auf eine blutrünstige Bestie. Diese ließ sich nicht nur nicht küssen, sondern verschlang die Frauen und auch sonst jeden, der ihr in die schleimige Quere kam, mit Haut und Haar.

BestiariumGepanzerte KrabbspinnenBestiarium

Diese Art Freier bezeichnen wir als "gepanzerte Krabbspinne" - außen hart und stachelig, doch zieh ihn aus, und er ist ganz weich und schwabbelig. - Scharfe Lisa, Prostituierte aus Maribor Die einzige verwundbare Stelle einer Krabbspinne ist ihr weiches, empfindliches Abdomen. Einige Krabbspinnen schützen es mit hohlen Baumstämmen, die gepanzerten Varianten haben an allen empfindlichen Körperteilen dicke Panzer ausgebildet.

BestiariumFleckenwichtBestiarium

Die beste Verteidigung gegen Fleckenwichte besteht in Ruhe und Stille. - Abhandlungsfragment über Fleckenwichte von Roderick Giligan Fleckenwichte sind eine von Hexern praktisch ausgerottete Unterform der Wichte. Sie sind größer als ihre fleckenlosen Verwandten und verdanken ihren Namen den zahllosen Flecken und Absonderungen ihrer Haut. Fleckenwichte leben meist auf alten Friedhöfen und fernab in der Wildnis. Es kommt jedoch auch vor, dass sie in verlassenen menschlichen Behausungen unterkriechen. Ihre größte Leidenschaft besteht darin, sich aus ihren eigenen Absonderungen eine Suppe zu kochen. Wenn man sie nicht stört, sind sie nicht sehr aggressiv. Fühlen sie sich allerdings bedroht, können sie sehr gefährlich werden. Bei tiefen Temperaturen fallen sie in eine Art Winterstarre. Manche sagen, Hexer hätten eine todsichere Art gefunden, Fleckenwichte zu überwältigen. Sie soll etwas mit dem klugen Einsatz des Yrden-Zeichens zu tun haben ... aber vielleicht ist das auch nur Hexergarn.

BestiariumGabelschwänzeBestiarium

"Gabelschwänze" - pah! "Hackebeilschwänze" wäre viel treffender für diese Kackviecher. - Yavinn Buck, Veteran des Mahakamer Freiwilligenregiments Gabelschwänze verdanken ihren kuriosen Namen den langen, scharfen Fortsätzen an ihrer Schwanzspitze. Ein Schlag damit kann einen Eichenschild entzwei schlagen - ganz zu schweigen von dem Arm, der ihn trägt. Der Name mag zwar an Besteck erinnern, doch ein Kampf gegen einen Gabelschwanz ist kein Kaffeekränzchen und endet oft genug tödlich.

BestiariumFlattererBestiarium

Die Leiche des Verblichenen war schlimm zugerichtet. Von der Nase war nur noch ein blutiges Loch übrig. Ein Auge war bis zur Unkenntlichkeit zerkaut worden. Der Unterkiefer war abgerissen. Feldwebel Dovate übergab sich angesichts der Bescherung ausgiebig. Riechsalz musste eingesetzt werden. Die Untersuchung wurde abgebrochen und die Tat einem Monster zugeschrieben. - Berichtfragment der Toussainter Herzogswache Flatterer gelten als niedere Vampire. Sie mögen ihren höheren Verwandten in jeder Hinsicht von der Physiomagie bis zur Physiognomie unterlegen sein, aber sie dürfen keinesfalls unterschätzt werden, da sie immer noch höchst gefährlich sind. Flatterer sind nicht mit anderen Kreaturen zu verwechseln, da ihre breiten, zahnbewehrten Kiefer, ihre flachen, hässlichen Gesichter und ihre haarlosen und oft warzigen Körper höchst charakteristisch sind. Diese Vampire kämpfen überwiegend mit Klauen und Zähnen, die sie wie im Rausch einsetzen und auch dann nicht aufhören, wenn ihr Gegenüber längst tot ist. Ein einziger Flatterer ist stark genug, um einem ausgebildeten Soldaten den Garaus zu machen. Im Vergleich zu anderen Vampiren sind Flatterer nur mäßig intelligent. Dafür spricht gerade auch die hirnlose Wut, mit der sie sich geradezu zwanghaft auf jedes schwächere Wesen stürzen müssen.

BestiariumWaldschrateBestiarium

In diesem Wald jagen wir nicht. Nie. Auch wenn das ganze Dorf hungern muss. - Mulliver, Dorfältester von Hoschberg in Unter-Aedirn Waldschrate leben in dichten, urwüchsigen Wäldern. Sie sind sehr auf ihr Revier fixiert und Heimlichkeit und List sind ihre einzigen Jagdgefährten. Sie nutzen ihre angeborene Magie, um die Pflanzen und Tiere in ihrem Revier zu beeinflussen - und wenn sie den Tieren auflauern, müssen sie nur nahe genug an sie herankommen, um zuschlagen zu können. Waldschrate, die alt genug sind, um die Bezeichnung "steinalt" zu verdienen, verfügen über besondere Fähigkeiten und Taktiken, die sie hochgefährlich machen.

BestiariumFeuergenienBestiarium

Der erste Feuergenius wurde von Ransant Alvaro erschaffen. Leider ging sein gesamtes Labor in Flammen auf und brannte nieder - und dann alle anderen Gebäude des Viertels. - Tarvix Sandoval, "Ursprünge der magischen Mysterien" Feuer ist das zerstörerischste aller Elemente, und verwundert nicht die aggressive Tödlichkeit der Kreatur, die seine Essenz verkörpert. Feuergenien werden in komplizierten Zauberritualen zu einem einzigen Zweck geschmiedet: Zerstörung. Und diesen Zweck verfolgen sie mit mörderischer Entschlossenheit.

BestiariumBarghestenBestiarium

Sündigt niemals, und so ihr je in Versuchung seid, gedenkt des Schicksals der Leute bei Wyzima, die von einer Barghestenplage dahingerafft wurden! "Predigten für jeden Anlass" - Hochwürden Yomen von Tretogor Schlichte Gemüter glauben noch immer, dass besonders böse Taten den Zorn der Götter in Form von Phantomhunden beschwören, die nachts über die Straßen schleichen. Ob das stimmt oder nicht - Barghesten sind für Sünder und Heilige gleichermaßen gefährlich, denn sie greifen ausnahmslos jeden mit teuflischer Wut an. Hexer glauben selten an Götter, doch sie wissen, dass Barghesten wirklich existieren und stets mit tragischen Ereignissen in der Vergangenheit zusammenhängen. Ihre Erklärung hat eher mit Flüchen oder sonstigen Konzentrationen von böser Absicht zu tun.

BestiariumBüßerBestiarium

Bin zurück ins Haus, hab die Tür verriegelt und dann hab ich's gehört ... Jemand hat meinen Namen geflüstert. "Mikkjaaal, Mikkjaaal!! Mikkjal, Leuchtturmwärter auf Eldberg

BestiariumModerhäuteBestiarium

Natürlich stinken sie. Dachtest du, sie heißen Moderhäute, weil sie nach Rosen duften? - Vesemir, Hexer der Wolfsschule Moderhäute ähneln verwesenden Leichen ohne Haut. Ihre Präsenz wird meist von dem durchdringenden Verwesungsgestank verraten, dem sie ihren Namen zu verdanken haben. Verschlinger sind eine besonders gefährliche Moderhautvariante mit unstillbarem Appetit auf Menschenfleisch.

BestiariumDopplerBestiarium

Dein Paket? Das hat dein Bruder abgeholt. Weißt du, ihr zwei sehr ja fast identisch aus ... He! Wo willst du denn hin?! - Hanne Kluger, Postmeisterin Doppler, auch als Vexling oder Wandler bekannt, sind Wesen, die jede beliebige Menschen- oder Tierform annehmen können. Diese Verwandlung ist nicht nur eine einfache Illusion, die mit einem einfachen Zauber zu brechen ist, sondern eine authentische und vollständige Metamorphose. Dies bedeutet, dass keine Schutzamulette oder Hexermedaillons die Anwesenheit eines Dopplers anzeigen - sie strahlen dieselbe Aura wie das Wesen aus, dessen Form sie angenommen haben. Dies würde Doppler in Verbindung mit ihrem unglaublichen Verstand und ihrer großen Schläue zu den besten Meuchelmördern oder Dieben machen - hätte Mutter Natur ihnen nicht ein edelmütiges und zurückhaltendes Gemüt vermacht, das sie Blutvergießen um jeden Preis vermeiden lässt.

BestiariumMelusineBestiarium

Ich ... sah einen Schatten ... große Flügel wie eine Wolke am Himmel. Dann hörte ich ihn schreien. - Britt aus Svorlag

BestiariumRotes MiasmaBestiarium

Es wird oft gesagt, dass in den dunkelsten Winkeln von Höhlen die furchterregendsten Monster des Kontinents leben, gegen die ein Kampf oder eine Flucht beinahe aussichtslos ist. In solch einem Fall gibt es nur die Möglichkeit, das Monster einzuschließen und zu hoffen, dass es niemals entkommt. Ein gewisser Priester des Ewigen Feuers hat allerdings die Erfahrung gemacht, dass hoffen und beten manchmal nicht ausreicht. Die riesige Mine in der Teufelsgrube beherbergt einen Geist, dessen bloße Existenz bereits die Pest herbeirufen soll. Da dieser Geist nun freizukommen droht, hat sich der Kleriker für eine neue Lösung entschieden: die Hilfe von einem Hexer.

BestiariumDie Erscheinung aus dem GemäldeBestiarium

Erscheinungen sind oft an Objekte gebunden, die für sie im Leben besondere Bedeutung hatten - oder an Orte wie die Stätte ihres Todes. In beiden Fällen besteht die Verbindung in einem starken emotionalen Band, aus dem die Erscheinung Energie bezieht. - Inigo Swann, "Jenseits der natürlichen Welt" Als Geralt durch das verlassene Anwesen der von Everecs wanderte, stieß er auf die Erscheinung einer Frau, die im Haus spukte. Der rastlose Geist hatte Macht über die Einrichtungsgegenstände des Hauses, vor allem über die Bilder. Sie bewegte sich frei durch die Leinwände - in eine hinein, aus der anderen wieder heraus. Zunächst versuchte die Erscheinung, Geralt zu vergraulen. Als die Strategie nicht fruchtete, griff sie ihn direkt an. Geralts Kampf gegen die Erscheinung war hart, denn seine Kontrahentin war vom Zorn getrieben und führte ihre Angriffe mit hitziger Aggressivität. Der Hexer musste blitzschnell sein, um ihre Angriffe zu parieren. Er kam kaum zu Atem, geschweige denn zum Gegenangriff. Außerdem stand die Erscheinung mit den Gemälden ringsum in Verbindung und hörte erst auf, sich über die Bilder zu regenerieren, als Geralt diese Verbindung zerstörte. Der Schlüssel zum Sieg über die Erscheinung aus dem Gemälde? Paraden ihrer Angriffe und nur sporadische Angriffe zu klug gewählten Zeitpunkten. Jeder halbherzige Angriffsversuch wurde mit einem mörderischen Gegenangriff bestraft.

BestiariumGlumaar des Kaisers von NilfgaardBestiarium

Gladiatorenkämpfe in riesigen Arenen sind eine beliebte Form der Unterhaltung in Nilfgaard. Üblicherweise sind die Kämpfer speziell zu diesem Zweck ausgebildete Sklaven. Manchmal lassen die Arenameister jedoch auch Menschen gegen Monster antreten. Der Glumaar, gegen den Geralt auf dem Turniergelände kämpfen musste, war ein Geschenk des Kaisers an seine Verwandte, die Herzogin Anna Henrietta. Das Monster war schon jung gefangen und von nilfgaardischen Ausbildern auf seine Bestimmung vorbereitet worden. Das heißt allerdings nicht, dass die Bestie zahm gewesen wäre. Im Gegenteil - ihre Wildheit war ganz und gar ungebrochen. Wie alle Kreaturen dieser Spezies war sie blind, konnte die Position ihres Gegners aber punktgenau per Echolokation bestimmen. Der Glumaar hatte einen starken Panzer und nahezu undurchdringliche Haut. Außerdem konnte er sich zusammenballen und seine Feinde überrollen. Der Bauch allerdings war relativ verletzlich und nach Überrollversuchen vorübergehend exponiert. Schließlich besiegte Geralt den Glumaar nach langem, hartem Kampf. Als die Herzogin ihn dazu aufforderte, versetzte er der Bestie den letzten Streich.

BestiariumSilvaneBestiarium

Silvane sind grausam, gierig und verräterisch. Dennoch ziehe ich sie den Dh'oine vor. - Yaevinn, legendärer Kommandant der Scoia'tael Silvane und Yakshas, eine ähnliche Art, sind besonders seltene Waldwesen, deren Aussehen das einer Ziege und das eines beleibten Menschen vereint. Diese Wesen sind für gewöhnlich harmlos, da sie Menschen lediglich kleine, wenn auch lästige Streiche spielen und sich von den Früchten auf ihrer Felder ernähren.

BestiariumGarkinsBestiarium

Blut an der Decke, Gedärme an den Wänden ... das muss ein Garkin gewesen sein. - Yan von Lan Exeter, Ermittler und Hauptmann der Stadtwache Garkins gehören wie Flatterer zu den besonders gefährlichen Vampiren, deren Stärke sogar die von Bies übertrifft. Begegnungen mit ihnen verlaufen praktisch immer tödlich, weswegen es nur wenige Augenzeugenberichte über sie gibt. Aus den Stadtwachenberichten über die Angriffe auf Lan Exeter im Jahr 1104 durch drei Garkins, später erschlagen von einem gewissen Hexer namens Olivier von Gulet, geht hervor, dass diese fürchterlichen Monster nicht nur das Blut ihrer Opfer trinken. Vielmehr haben die Ermittler aus den Schauplätzen der Verbrechen gefolgert, dass Garkins ihre Opfer mit Genuss zerreißen und in ihren Eingeweiden herumwühlen.

BestiariumErscheinungenBestiarium

Erledige all deine Geschäfte, bevor du stirbst. Verabschiede dich von deinen Liebsten. Entschuldige dich bei allen, denen du Unrecht getan hast. Schreibe dein Testament. Sonst wirst du diese Welt niemals richtig verlassen. - Paule Vikar, Dorfheiler, Ratschläge an einen Sterbenden Geistliche und Gelehrte streiten sich nach wie vor, ob die Seele nach dem Tod wirklich in eine andere Welt übertritt, in der ihn entweder ewiges Glück oder Leid erwartet. Beide sind sich jedoch einig, was mit ihr geschieht, wenn er aus irgendeinem Grund in unserer Welt bleibt, nachdem der Körper seinen letzten Atemzug getan hat: Sie wird zu einer Erscheinung. Doch ihrem traurigen Heulen nach zu urteilen ist es kein Schicksal, um das man sie beneiden sollte.

BestiariumHanna aus den Wäldern.Bestiarium

Soll das heißen ... dass unsere Zula die Erscheinung ist? - Bolko, Dorfältester von Mittelhain

BestiariumKoboldeBestiarium

"Schau! Kobolde!" "Verschwinden wir. Sofort." "Komm schon, was sollen diese niedlichen Kerlchen uns denn tun?" - Letzte Worte zweier unbekannter Einbrecher in das Land der Tausend Märchen Kobolde mögen wie harmlose, sanfte kleine Kreaturen wirken, doch kann man bei ihnen gut lernen, dass man sich nicht auf den Anschein verlassen darf. Die Kobolde im Land der Tausend Märchen sollten den magischen Ort vor Eindringlingen schützen und dafür sorgen, dass den Herzogstöchtern Sylvia Anna und Anna Henrietta kein Haar gekrümmt wurde. Wenn ihnen also jemand anders als die Töchter über den Weg lief, ging das übel für ihn aus. Kobolde sind aggressive, kampffixierte Kreaturen, geschaffen, um zu verteidigen, zu töten und zu kämpfen bis zum Letzten.

BestiariumNeblingeBestiarium

Wenn einen im Sumpf die Nacht überrascht, bleibt man, wo man ist, und wartet den Morgen ab. Und zwar auch dann, wenn man bis zur Hüfte in egelverseuchtem Wasser steht. Am wichtigsten: Wer im Sumpf ein Licht sieht, darf niemals - und ich unterstreiche "niemals" - darauf zuhalten. - Johannes Strudd, Reiseführer Nebel ist der Feind des Reisenden. Im Wald lässt er ihn den Weg verlieren, auf See schickt er ihn in die Klippen. Doch solche Gefahren sind nichts im Vergleich zu den Monstern, die als Neblinge bekannt sind und die bisweilen in Nebelbänken lauern. Diese Kreaturen besitzen so kräftige Arme und Klauen wie serrikanische Kinjals, doch es ist ihre Fähigkeit zur Täuschung und Verwirrung, die sie so gefährlich macht. Oftmals müssen sie gar nicht angreifen, sondern treiben ihre Opfer einfach in den Wahnsinn oder in die Sümpfe und warten dann geduldig deren Ertrinken ab.

BestiariumKernunBestiarium

Wir haben dem Pisser gesagt, dass was im Wald lauert, aber er wollte uns nicht glauben ... - Louis Closster, Holzfäller

BestiariumNachterscheinungenBestiarium

Nachterscheinungen strahlen eine unwahrscheinliche Traurigkeit aus, dieser hilflose Zorn ... Ich fürchte sie, so wie jeder andere auch. Aber eigentlich tun sie mir leid. - Aelline Altsparr, elfische Bardin Verglichen mit anderen Kreaturen der Nacht - beispielsweise Katakanen, Nosferatu und Werwölfen - sehen Nachterscheinungen und deren seltenere Verwandte, die Dämmererscheinungen, nicht sonderlich gefährlich aus. Denn wie viel Schaden richtet schon eine blasse, dürre Frau im abgetragenen Kleid an? Die Antwort lautet: ziemlich viel! Aber statt diese Erfahrung am eigenen Leib zu machen, sollte man des Nachts einfach lieber keine Felder und Wiesen überqueren.

BestiariumGeist des WaldesBestiarium

Wir haben ihn erzürnt, Sven. Der Geist des Waldes sinnt nach Rache. Mit diesem Opfer sagt er uns, dass wir von den alten Wegen abgekommen sind. - Harald aus Fayrlund

BestiariumGlumaareBestiarium

In den Eingeweiden der Erde hausen sehr seltsame und schreckliche Kreaturen. Wenn sie jemals beschlössen, forthin an der Oberfläche zu wohnen, würden wir noch am ersten Tag der Invasion allesamt verschlungen. - Ramus Vendenratz, Steiger aus Mahakam Glumaare verbringen den größten Teil ihres Lebens tief unter der Erde und pflegen mit der Oberwelt keinerlei Kontakt. Manchmal allerdings kommen sie doch nach oben und verschlingen sämtliche Menschen in Reichweite. Einige Glumaare graben ihre Tunnel auch dicht unter der Oberfläche, sodass es zu Erdbeben und zum Einstürzen von Gebäuden kommt. Da Glumaare blind sind, orientieren sie sich an Vibrationen und Geräuschen. Die beste Taktik im Kampf gegen solche Monster besteht folglich darin, etwas Schweres oder Lautes gegen einen Felsbrocken oder eine Wand zu werfen und dann stumm zu beten, dass die Bestie sich auf den Lärm stürzt und durch die Kollision mit dem Hindernis außer Gefecht gesetzt wird.

BestiariumHimsBestiarium

Einige Menschen haben guten Grund, sich vor ihrem eigenen Schatten zu fürchten. - Svargmitt, Druide auf An Skellig Monster suchen sich meist Unschuldige als Opfer aus: langsame Händler, leichtsinnige Kinder und Reisende, die unvorsichtigerweise dunkle Wälder betreten. Keine der zuvor genannten müssen jedoch Angst vor Hims haben. Diese Erscheinungen stürzen sich nur auf besonders verabscheuenswerte Personen, die ein unfassbares Verbrechen begangen haben. Für alle anderen sind sie unsichtbar. Wenn sie sich allerdings jemandem zeigen, den sie peinigen wollen, erscheinen sie als große, schattenartige menschliche Silhouette mit langen, scharfen Klauen.

BestiariumWölfeBestiarium

Ein Freund von mir sagte, dass bei all den Greifen und Basilisken und sonstigem Geschmeiß die guten alten Wölfe das geringste Problem wären ... Dann fraßen die verdammten Biester ihm die halbe Herde auf. - Yngvar, Schäfer Einst waren Wölfe die unangefochtenen Herrscher der Wälder. Die Menschen erschreckten ihre Kinder mit ihnen, und auch die Erwachsenen erschauerten beim Wolfsgeheul. Die Monster, die nach der Konjunktion auftauchten, drängten die Wölfe nicht nur tief in die Wälder zurück, sondern nahmen auch ihren Platz in den Albträumen der Menschen ein. Das heißt aber nicht, dass die alten Räuber keine Gefahr mehr darstellen. Wölfe tragen keinen Funken Magie in sich und spucken weder Feuer noch Säure, aber das hält sie nicht davon ab, unvorsichtige Reisende und Jäger zu töten. Besonders gefährliche und wilde Unterarten sind Warge sowie die schneeweißen Wölfe, die heute nur noch im wilden Hochland von Skellige anzutreffen sind.

BestiariumIgnis FatuusBestiarium

Pass auf, Herr, ein Monster streift durch den Sumpf. Geh in den Nebel, dann wirst du nie mehr nach Hause kommen! - Leslav, Torfstecher

BestiariumFehlgeboreneBestiarium

Einen Fehlgeborenen hässlich zu nennen, ist, als würde man Scheiße als nicht besonders lecker bezeichnen: Es ist keine Lüge, aber die ganze Wahrheit ist es auch nicht. - Lambert, Hexer der Wolfsschule Fehlgeborene sind womöglich die abstoßendsten Kreaturen, mit denen Hexer das Missvergnügen haben können. Sie entstehen aus toten ungewollten Säuglingen, die nicht beerdigt werden, und haben das Erscheinungsbild eines halbverwesten Ungeborenen, das ungeformte Fleisch verzerrt von Hass, Angst und Bosheit. Diese grässlichen Kreaturen nähren sich vom Blut schwangerer Frauen und werden von solch irrsinnigem Hunger getrieben, dass ihre Opfer meistens sterben.

BestiariumGolemsBestiarium

Wenn wir durch diese Wand brechen sollen, brauchen wir zwanzig Pioniere, sieben Maultiere und einen Zentner Salpeter. Oder einen Golem. - Vilmir Brass, Vorarbeiter im Karbonberg Golems bestehen aus geistloser Materie, welcher durch einen Zauber Leben eingehaucht wurde. Sie gehorchen den Befehlen ihrer Schöpfer ohne Wenn und Aber. Dank ihrer unbändigen Stärke, ihrer Schmerzresistenz, ihrer endlosen Geduld und der Tatsache, dass sie nicht ein Jota Nahrung benötigen, sind sie die besten Diener und Wachen, die man sich wünschen kann. Werden sie provoziert, kämpfen sie, bis sie ihren Widersacher entweder zermalmt haben oder selbst zu Staub zerfallen sind.

BestiariumAbayaBestiarium

Ich hab in meinem Leben ja schon viel Geschmeiß gesehen ... Muränen, Neunaugen, Blobfische ... aber so was noch nie! - Bjorg, Bootsbauer aus Kaer Trolde

BestiariumPantherBestiarium

Kätzelein, Kätzelein, wo bist du denn gewesen? Ich war auf dem Verandadach, und dort hab ich gelesen. Kätzelein, was hast du denn für eine Riesentatze? Die sagt, dass ich ein Panther bin und keine Miezekatze! - Seltene Variante eines Kinderreims Panther sind gefährliche Raubtiere, deren Habitate Wälder und baumbestandene Ebenen sind. Sie sind schnell, wendig und - wie alle Katzen - teuflisch gescheit. In vielen abgelegenen Gegenden glauben die Leute bis heute, dass Panther die verlorenen Seelen im Schlaf gestorbener Menschen sind. Der Aberglaube verlangt daher, dass solcherart Verblichene in den nächstbesten Wald geschleift und dort ohne Beerdigung liegengelassen werden. So kann der Geistpanther den bisherigen Körper verschlingen und dadurch ins Jenseits gelangen. Dieser Glaube muss unbedingt ausgerottet werden. Er führt durch die verwesenden Leichen zu Epidemien wie Cholera. Außerdem ist er einzigartig lächerlich. Panther sind keine Nekrophagen und fressen keinerlei Aas. Sie bevorzugen es, sich frische Beute reißen - Rehe oder sogar Menschen, vorausgesetzt, diese sind nicht krank und riechen nicht zu schlecht.

BestiariumHunde der Wilden JagdBestiarium

Zu Füßen der Wilden Jagd bellen ihre Hunde, wilde Bestien, die ihnen folgen wie die Staubwolke dem Kometen. Es wird gemunkelt, dass manche den Anschluss verlieren, aus dem Nachthimmel auf die Erde niederfahren und eisigen Tod hinterlassen, wo immer sie entlanghetzen. - Essi "Äuglein" Daven, Bardin Manche Experten gehen davon aus, dass die Hunde der Wilden Jagd aus magischen Eiskristallen entstehen, um ihre geisterhaften Herren zu begleiten. Wie in Tollwut fallen sie alles, was ihnen in den Weg kommt, geistlos an.

BestiariumAlpha-GarkinsBestiarium

Die Vorstellung, dass Garkins einen besonderen Hass auf Menschen hegen, ist verständlich. Welchen Vorwurf könnte man ihnen daraus auch machen, wenn man sich ansieht, wie die Menschen sich aufführen? - Agnes von Myrkvid, Druiden-Flaminica und Gelehrte

BestiariumTeufel beim BrunnenBestiarium

Mit einem schmutzigen Kleid, lauter Lumpen, die Haut hängt von den Knochen. Und sie heult ... als ob sie leiden würde. - Odolan aus Weißgarten

BestiariumDie drei kleinen SchweinchenBestiarium

Wozu Ziegelsteine? In diesem Klima tut es doch auch eine Strohhütte. - Ein kleines Schweinchen Die drei kleinen Schweinchen sind ein Paradebeispiel für ein sehr betrübliches Phänomen. Sogar authentisch warmherzige Kreaturen, bleiben, sich selbst überlassen, einem nicht lange freundlich gesonnen. Die drei kleinen Schweinchen im Land der Tausend Märchen waren nun schon seit Jahren ohne Aufsicht durch Artorius Vigo. Mittlerweile waren sie komplett wild geworden ... drei Wildsäue, die jeden angriffen, der sich ihrem ruinierten Heim näherte.

BestiariumBruxaeBestiarium

Wer durch die Wälder reisen muss, der halte sich fern von Orten, an denen mehrere Vogelsorten zugleich zu hören sind. Oft genug bedeutet dieses Omen, dass man das Gebiet einer Bruxa betritt und sein Leben praktisch verwirkt hat. - Anonymer Ratschlag Zum Glück für uns alle, sind Bruxae seltene Kreaturen. Viele von ihnen leben weit fort von jeder Zivilisation, da sie sehr auf ihre Sicherheit bedacht sind und sich nur an Orten ansiedeln, an denen sie Überraschungsangriffe ausschließen können. Wenn sie beschließen, sich in der Nähe von Menschen aufzuhalten, meiden sie Menschenmengen und kommen nur im Schutze der Nacht aus ihrer Deckung. Man kann sie dann gut mit verspäteten Reisenden verwechseln, die zu ihrer Herberge eilen. Doch an einigen versteckten Zeichen kann man sie leicht erkennen: an ihrer Vorliebe für Vögel, an ihrer schrillen Stimme und an ihrer atemberaubend schnellen Art, sich zu bewegen. Bruxae sind sehr viel schneller und stärker als Menschen, aber am mächtigsten ist ihre Gabe, sich unsichtbar zu machen.

BestiariumDer Drache von FyresdalBestiarium

Er hat Schuppen, Flügel, Klauen ... Ein Drache ist ein Drache! Langes Diskutieren bringt nichts. Töte ihn! - Vagn, Dorfältester von Fyresdal

BestiariumBöse HexeBestiarium

Es war einmal eine böse Hexe. Die trank jeden Abend nach dem Essen ein Glas frischgepressten Leichensaft ... - Karl Hrimm, Verfasser von Kindermärchen Böse Hexen werden oft der überaktiven Fantasie von Fabulisten und Mythologisten zugeschrieben und als müder Kinderschrecken abgetan. Doch es gibt Leute, die behaupten, solch unwahrscheinlichen Wesen begegnet zu sein. Diese Leute stimmten darin überein, dass die Hexen nicht nur Menschen fressen, sondern daraus sogar eine Kunstform gemacht haben. Zu ihren Leibgerichten, so die Berichte, gehören in Butter gebratene Kinderleber mit Safransoße, in Balsamessig marinierte geröstete Finger und tatsächlich sogar frischgepresster Leichensaft. Es muss dazu erwähnt werden, dass die genannten Berichte ausnahmslos von Insassen des Ellander-Instituts für Geistesgestörte stammen, was die Zuverlässigkeit ihrer Aussagen schwer bestimmbar macht.

BestiariumErdgenienBestiarium

Wie überlebt man eine Begegnung mit einem Erdgenius? Ganz einfach: Man rennt. Und zwar so schnell wie möglich. - Nino Murk, Kopfgeldjäger Erdgenien bestehen aus Lehm, Sand und Steinstaub, mit Wasser vermischt und mit Magie belebt. Sie wirken zwar langsam und schwerfällig, sind aber dennoch überaus gefährlich. Begegnungen mit ihnen sollten unbedingt vermieden werden.

BestiariumHöhere VampireBestiarium

Menschen, zumindest die höflichen, nennen mich ein Monster. Eine blutdürstige Missgeburt. - Emiel Regis, höherer Vampir Nur der Durst nach Blut verbindet höhere Vampire mit ihren entfernten und sehr viel primitiveren Verwandten: den Ekimmen, Alps, Katakanen und ähnlichen Wesen. Höhere Vampire sind Menschen tatsächlich sehr viel ähnlicher als diese fledermausartigen Blutsauger. Sie gleichen uns nicht nur in ihrem Aussehen, sondern teilen auch unsere Intelligenz und Vorlieben. Dies bedeutet, dass sie nicht in weit entfernten Wäldern kauern oder sich in den Schatten verstecken. Im Gegenteil, sie mögen Städte besonders gern, wo sie ein täuschend normales Leben führen. Selbst Hexer sind nicht in der Lage, sie sofort zu erkennen, da ihr Medaillon bei der Anwesenheit höherer Vampire vollkommen ruhig bleibt. Trotz aller Ähnlichkeiten dürfen wir einen grundlegenden Unterschied nicht vergessen: Anders als Menschen sind höhere Vampire unsterblich. Diejenigen, die ihnen im Kampf gegenüberstanden und überlebt haben, lassen sich an einer Hand abzählen.

BestiariumHarpyienBestiarium

Die meisten Monster verstecken keine Schätze in ihren Bau. Harpyien allerdings lieben alles, was glitzert. - Letho, Hexer der Vipernschule Es ist schwer zu sagen, was an Harpyien und ihren Verwandten, den Schischigas, am Abstoßendsten ist: ihr hässliches Aussehen, der sie umgebende überwältigende Gestank nach Verwesung und Vogelkot oder ihr markerschütternder Schrei. Es genügt zu sagen, dass selbst Ratten, die gerne zwischen widerlichen Fäkalien und fauligen Abfällen leben, einen weiten Bogen um die Nester von Harpyien machen.

BestiariumPlatzerBestiarium

Ich hielt es für einen verrottenden Fleischhaufen ... bis es sich plötzlich bewegte! - Thibaut von Beauclair Platzer sind die größeren Verwandten von Moderhäuten. Diese abstoßenden, entfernt menschlich wirkenden Kreaturen sind mit verfaulendem Fleisch bedeckt, unter welchem verrottende Muskeln ein starkes, flexibles Skelett umspannen. Platzer ernähren sich von alten, verwesenden Leichen und halten sich gerne in verlassenen Folterkammern, auf vergessenen Friedhöfen und alten Schlachtfeldern auf. Sie sind sehr aggressiv, und obwohl sie Aasfresser sind, ist ein Angriff wahrscheinlich, wenn sie auf lebende Menschen stoßen. Man sollte an den erwähnten Orten daher gebührliche Vorsicht walten lassen.

BestiariumWolkenrieseBestiarium

Vom Himmel fallen nicht nur Schnee und Regen. Es können auch mal Frösche sein ... oder der Wolkenriese. - Sibald "Zahn" Faalde, Schäfer aus Fuchstal Der Wolkenriese ist vermutlich ein degeneriertes illusionäres Wesen. Er wohnt im Land der Tausend Märchen im Himmelsschloss. Das Land liegt seit langer Zeit verlassen und verwahrlost. Es befindet sich in einem Degenerations- und Verfallsprozess. Der Wolkenriese war einst ein gutmütiger Muskelprotz, der die Töchter des Herzogs endlos auf den Schultern tragen konnte, ohne zu ermüden. In seiner degenerierten, verwilderten Form ist er jedoch ein gefährliches Monster. Nachdem Hans ihm die Gans gestohlen hatte, die goldene Eier legt, beschloss der Wolkenriese, künftig jeden Eindringling ohne Vorwarnung von seiner Wolke zu werfen.

BestiariumFelstrolleBestiarium

Mensch Rätsel sagen. Aber nicht Tricks. Sonst Troll bums auf Kopf. - Felstroll, der in einer Höhle auf Undvik lebt Wenn man beim Wandern auf einen sich fortbewegenden Felsen stößt, sollte man ja nicht denken, die Augen würden einem einen Streich spielen. Stattdessen sollte man sein Schwert ziehen - denn man steht einem Felstroll gegenüber. Natürlich endet nicht jede Begegnung mit diesen Kreaturen im Kampf - auch wenn sie nicht besonders intelligent sind, sind Trolle doch vernünftige Wesen. Aber es ist besser, auf das Schlimmste gefasst zu sein. Ansonsten könnte es passieren, dass die Wanderung nicht auf dem Gipfel, sondern im Kochtopf endet.

BestiariumZyklopenBestiarium

Was haltet ihr davon? Wir nehmen einen langen Pfahl, spitzen ihn an und rammen ihn dem Zyklopen ins Auge - dann schleichen wir als Schafe verkleidet aus der Höhle. Wäre das keine gute Idee? - Odess Thaka, Reisender, verstarb unter tragischen Umständen auf Spikeroog Zyklopen sind leicht an dem einzigen Auge in der Mitte ihrer Stirn zu erkennen. Falls das Auge aus irgendeinem Grund nicht zu sehen sein sollte, sind andere charakteristische Merkmale ihre enorme Größe, unglaubliche Stärke und ein brennender Hass auf alle Menschen.

BestiariumWyvernBestiarium

Am gefährlichsten von allen sind Königswyvern. Oder Königsbastarde, wie sie in einigen Kreisen genannt werden. - Albina Tottelkampf, Dozentin der Naturwissenschaften in Aretusa Wyvern werden oft für Drachen gehalten. Sie sind zwar viel kleiner als ihre berühmten Verwandten und speien auch kein Feuer, aber gefährlich sind sie nichtsdestotrotz. Vor allem die sogenannten Königswyvern sind ihrem Namen entsprechend besonders niederträchtig und extrem tödlich.

BestiariumRiesentausendfüßlerBestiarium

Die faszinierend vielfältige Flora und Fauna Toussaints hat auch einige unangenehme Überraschungen zu bieten. Zu diesen gehören die Riesentausendfüßler. Sie sind nicht nur ausnehmend hässlich, sondern auch noch eine Gefahr für Leib und Leben. Ich kann nur jedem empfehlen, sich von ihnen fernzuhalten. - "Ein Besuch in Toussaint", einer der zahlreichen Reiseführer von Peterin Safles Riesentausendfüßler sind gigantische insektoide Monster, die man an vielen Orten in der Welt finden kann, besonders häufig jedoch in der Erde von Toussaint. Sie koexistieren häufig mit Glumaaren, mit denen sie eine monströse Symbiose eingegangen sind: Riesentausendfüßler ernähren sich von den kleineren Kreaturen, die den Dung der Glumaare fressen. Die Riesentausendfüßler verfügen über einen starken Chitinpanzer, der sie fast vollständig einhüllt. Aus dem Panzer ragen zahlreiche krumme Gliedmaßen heraus. Die Kreaturen können mit verblüffender Geschwindigkeit in der Erde verschwinden, um kurz darauf andernorts wieder daraus hervorzubrechen. Haben sie ein Opfer ausgemacht, umkreisen sie es entschlossen, bis sie nahe genug heran sind, um zuschlagen zu können. Sie greifen hauptsächlich mit ihren mächtigen Kauwerkzeugen an, besitzen jedoch auch Drüsen, aus denen sie Säure verspritzen können.

BestiariumPestmaidenBestiarium

Patienten scheinen unter Wahnvorstellungen von einer Frau zu leiden, deren Körper mit Schorf und Geschwüren bedeckt ist und die von Ratten umschwärmt wird. Diese Vorstellungen verschwinden nach einer Verabreichung von Bilsenkraut und Mohnextrakt. - Joachim von Gratz' Notizen, Vilmerius-Hospital in Novigrad Wenn die Pest in einer Region wütet, wird die Gegend manchmal auch von einem Geist heimgesucht, der einer kranken Frau gleicht, deren Fleisch von den Knochen fault und die von unzähligen Ratten begleitet wird. Niemand weiß, ob dieser Geist die Pest bringt oder von ihr wie eine Motte vom Licht angezogen wird. Trotzdem lässt sich mit Sicherheit behaupten, dass sie mit großen Freuden Leid und Schmerzen bringt und sich an den Schreien und am Stöhnen der Menschen ergötzt.

BestiariumKönigswyvernBestiarium

Es war riesig. Und diese Zähne, argh! Wir sind mit knapper Not entkommen. Ob es die Kaufleute erwischt hat? Drauf angelegt hatten die Hurensöhne es ja. - Gespräch in Velen

BestiariumMorvuddBestiarium

Nur die Eingeweide wurden gefressen. Wählerisch. - Geralt von Riva

BestiariumHagubmanBestiarium

Hat man je von einem Monster gehört, das einen Wagen als Köder auf der Straße parkt und sich dann auf die Lauer legt? Monster sind nicht schlau genug dazu! - Egil, Krieger aus Hindarsfjall

BestiariumRapunzelBestiarium

Tja, den Prinzen in schimmernder Rüstung hat mein Haar nicht hergebracht, da muss ich es wohl anders nutzen. - Rapunzels letzte Worte Jeder weiß, dass Märchen auch tragisch enden können, aber bei Prinzessinnen in Geschichten mit glücklichem Ende würde man dieses Schicksal weniger erwarten. Rapunzel hatte das Pech, zu einer solchen unerwartet tragischen Heldin zu werden. Als die Töchter des Herzogs erwachsen waren und das Land der Tausend Märchen wild geworden war, litt Rapunzel, deren Prinz niemals kam, immer schlimmer unter ihrer Einsamkeit, bis sie sich eines Tages an ihrem eigenen Zopf erhängte. Nach ihrem Tod spukte sie als Geist in dem Schloss, in dem sie auf ihren Gemahl gewartet hatte.

BestiariumEkimmenBestiarium

Pah, da muss man keine Angst haben. Ekimmen sind nur übergroße Fledermäuse. - Letzte Worte einer unbekannten Stadtwache Wie andere Vampire sind auch Ekimmen trotz aller Gerüchte keine untoten Menschen, sondern Monster, die während der Konjunktion erschienen sind und sich nichts aus Knoblauch, Weihwasser oder religiösen Symbolen machen. Anders als in Balladen und Legenden verbreitet, sehen sie nicht wie schöne, blasse Aristokraten mit bezaubernden östlichen Gesichtszügen aus, sondern haben wie Katakane oder Nosferatu Ähnlichkeit mit riesigen Fledermäusen. Auch saugen sie nicht mit einem zarten, kussähnlichen Biss das Blut aus dem Hals von Jungfrauen, sondern reißen die Jungfrauen mit ihren lagen, scharfen Krallen in Stücke und schlürfen anschließend das Blut vom Boden auf.

BestiariumDie Bruxa von Corvo BiancoBestiarium

Die Bruxa, auf die Geralt auf Corvo Bianco stieß und die er in Notwehr tötete, unterschied sich von anderen Kreaturen dieser Art. Sie war ungewöhnlich intelligent und konnte sich sogar ohne große Schwierigkeiten in der menschlichen Sprache äußern. Außerdem stand diese Bruxa mit dem Biest in Verbindung, jenem geheimnisvollen Mörder, der zu jener Zeit Beauclair unsicher machte. Der Kampf war für Geralt durchaus herausfordernd. Wie alle Bruxae besaß auch diese übermenschliche Kraft und Beweglichkeit. Sie konnte sich unsichtbar machen und Schall als Waffe einsetzen. Wie bei Vampiren üblich, war sie darauf aus, ihrem Opfer das Blut auszusaugen. Das hieß, dass die übliche Abwehrmaßnahme gegen solche Kreaturen, der Trank "Schwarzes Blut", auch in diesem Fall wirksam sein würde, ebenso wie Mondstaub-Bomben und natürlich das gute alte Silberschwert.

BestiariumGiftige KrabbspinnenBestiarium

Alles in Ordnung, es ist nur ein Kratzer. - Letzte Worte eines unbekannten Jägers Zwar sind alle Krabbspinnen giftig, doch diese Variante produziert ein besonders potentes Toxin. Einige Tropfen reichen bereits, um einen ausgewachsenen Mann zu töten - sofern dieser Mann kein Hexer ist und über Mutationen verfügt, die ihm erlauben, geringe Mengen des Gifts zu neutralisieren. Größere Mengen töten jedoch zuverlässig jeden, und etwaige Mutationen verlängern nur die Todesqualen.

BestiariumMittagserscheinungenBestiarium

Entgegen der allgemeinen Annahme unterbrechen die Bauern ihre Arbeit am Mittag nicht, um Schutz vor der Sonne zu suchen, sondern um den Mittagserscheinungen aus dem Weg zu gehen. - Vlad Reymond, Bauern und ihre Bräuche An besonders heißen Sommertagen, wenn die Sonne ihren Zenit erreicht hat, tauchen bisweilen Erscheinungen auf, die sonnenverbrannten Frauen in langen, weißen Gewändern ähnlich sehen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Mittagserscheinungen - die Geister junger Frauen und Mädchen, die kurz vor ihrer Hochzeit eines grausamen Todes gestorben sind. Verrückt vor Schmerzen oder Wut streifen sie durch die Felder und suchen nach ihren untreuen Geliebten oder verräterischen Rivalinnen und töten dabei jeden, der nicht rechtzeitig aus dem Weg geht. Häufig sind sie durch einen Gegenstand von großer emotionaler Bedeutung an diese Welt gebunden. Aus diesem Grund sollte jeder, der mitten auf dem Feld einen Ehering oder zerrissenen Schleier findet, diese Gegenstände nicht aufheben, sondern so schnell wie möglich das Weite suchen.

BestiariumMoreaus GolemBestiarium

Durch die langen Jahre einsamer Studien sind schon etliche Magier etwas sonderlich geworden. Sie werden dem Laien gegenüber immer intoleranter, den sie als dumm, unzuverlässig, störrisch und ignorant gegenüber der Bedeutsamkeit der Arbeit des Magiers betrachten, obendrein als gefühlsduselig, wo Disziplin und Selbstbeherrschung gefragt sind. So nimmt es nicht wunder, dass Magier als Gesellschaft schon lange jene künstlichen Konstrukte bevorzugen, denen sie selbst das Leben einhauchen und beibringen, von höchstem Nutzen zu sein. Professor Moreau war in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Sein Golem war in guten wie in schlechten Zeiten ein treuer Diener und Gesellschafter. Moreaus Golem war obendrein ein hervorragender Wächter: massiv, unnachgiebig und teuflisch stark. Insgesamt eine harte Nuss für einen Hexer!

BestiariumEndriagenkriegerBestiarium

Du hast Angst vor den Endriagen? Warte nur, bis du die Krieger siehst. - Klaus Altman, Förster Gegen die meisten Angreifer reichen endlose Wellen von Endriagenarbeiterinnen bereits aus. Sind die Feinde gefährlicher, hetzen die Endriagenkolonien ihnen größere und stärkere Mitglieder auf den Hals, die sogenannten Krieger. Diese Kaste lebt nur für den Kampf und hat dazu beim Verteidigen der Grenzen der Kolonie und beim Erobern neuer Territorien auch reichlich Gelegenheit.

BestiariumGargoylesBestiarium

Bilde ich es mir ein oder starrt dieser Gargoyle uns an? - Lara Estevann, Einbrecherin aus Loc Muinne Gargoyles sind Steinstatuen, die magisch zum Leben erweckt wurden, um Magierlabore oder Verstecke vor Eindringlingen zu beschützen. Allein ihr Äußeres hat schon manchen Möchtegerndieb abgeschreckt. Und wer angesichts dieser gehörnten und geflügelten Monstrositäten nicht die Flucht ergreift, wird üblicherweise umgehend von ihren steinharten Klauen in Fetzen gerissen.

BestiariumSalmaBestiarium

Ich bin keine Lügnerin. Auch töte ich nicht ohne Grund. - Salma, Sukkubus

BestiariumDer PedellBestiarium

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Philosophenweisheit sich träumen lässt. - Bartolomeo Darez im Irrenhaus nach dem Versuch, Kontakt mit Kreaturen von einer anderen Ebene aufzunehmen. Der Pedell diente mit der Gleichgültigkeit eines Golems und erwies sich im Kampf als so gefährlich, wie er bei der Arbeit gewissenhaft war. Schmerz spürte er nicht. Tatsächlich schien jeder Hieb ihn zu stärken, gleichgültig, ob er ihn einsteckte oder austeilte. Als Waffe benutzte er seinen Spaten. Ferner konnte der Pedell mächtige Geister aus den Gräbern rufen, die er geschaufelt hatte, und sich selber stärken, indem er diese Geister absorbierte. Es fiel dem Hexer nicht leicht, den vernichtenden Spatenstreichen auszuweichen. Seine einzige Chance, die Kreatur zu verwunden, bestand in den Phasen, als der Pedell mit dem Spaten im Boden außerweltliche Energien beschwor, um seinen Gegner vor Angst zu lähmen.

BestiariumWildschweineBestiarium

Sieh nur, wie das kleine Schwein seine kleinen Hauer wetzt. Und es dann im finst‘ren Tann sie mit frischem Tau benetzt. Wie es artig lächelt, die Schweinshufe spreizt, und mit seinem Lächeln bei Damen nicht geizt. Ludwig von Charolle, Mathematiker, Autor und Dichter Diese Waldkreaturen sind getreu ihrem Namen "wild" - ungezähmt, hinterlistig und aggressiv. Bis heute sind zahlreiche Bauern in Kaedwen überzeugt, dass Wildschweine sich ausschließlich von jungen Frauen ernähren. Tatsächlich fressen sie vor allem Wurzeln und Eicheln. Man glaube deswegen aber ja nicht, Wildschweine wären harmlos. Sie sind so kompakt und ihre Zähne so scharf, dass man sie getrost als fellbedeckte Kampfmaschinen bezeichnen kann. Mutter Natur hat sie außerdem mit zwei Doppelhauern ausgestattet. Diese Bewaffnung macht sie zum Schrecken der Wälder und zur Bedrohung aller Anwohner, Menschen und Sonstige. Ihre harten keulenförmigen Schnauzen werden von manchen Bauern als "Pfeifen" bezeichnet, obwohl man kein Schwein je hat pfeifen hören. Stattdessen ist ihr Grunzen charakteristisch, das man auch für das Schnarchen eines übergewichtigen Mannes halten kann. Eine weitere Bauernweisheit besagt, dass Wildschweine ziemlich launische Naturen sind. Fühlen sie sich beleidigt, toben sie sich an Zäunen und Kartoffeläckern aus. Wildschweine sind manchmal Einzelgänger, leben aber meist in Rotten mit drei bis fünf Exemplaren.

BestiariumGruftweiberBestiarium

Was die Feuerbestattung angeht, können die Menschen von den Gnomen lernen. Draußen in den Feldern Leichen zu vergraben - das ist, als würde man den Monstern einen Teppich ausrollen! Wenn es nur Ghule sind, die sie erschnüffeln, mag es ja gehen - die fressen sich einfach voll und ziehen weiter. Aber wenn es - mögen es die Götter verhüten - ein Gruftweib ist, das da fressen kommt, dann nehmen die Probleme kein Ende. - Jacques de Villepin, Akademie von Oxenfurt Wenige Monster tragen so passende Namen wie Gruftweiber. Man errät, dass sie alten, krummen Frauen ähneln, die sich bei Friedhöfen und Schlachtfeldern herumtreiben. Gruftweiber fressen Leichen, vor allem das verwesende Knochenmark, das sie mit ihren langen, fühlerartigen Zungen aus den Knochen lutschen. Wenn ein Gruftweib alle Leichen in Reichweite gefressen hat, fängt es an, Menschen zu töten. Diese vergräbt es auf dem Friedhof und wartet, bis die Verwesung einsetzt.

BestiariumGöttlingeBestiarium

Vor nicht all zu langer Zeit tummelten sich in der Gegend viele Wächtergeister um ländliche Weiler. Heute ist es fast unmöglich, einen Wichtel, Bucca oder Lutin zu sehen. Und Göttlinge sind immer die Ersten, die verschwinden. Das ist der Preis der voranschreitenden Zivilisation. - Aus dem Vorwort von "Die Welt, die wir verloren haben" von Professor Dorregaray Göttlinge werden manchmal auch mit Lutin verwechselt. Sie sind Waldwesen, die in Höhlen und moosbewachsenen hohlen Baumstümpfen am Rande menschlicher Siedlungen wohnen. Sie erinnern von ihrem Aussehen und Verhalten an Kinder und treiben genau wie auch Kinder gerne allerlei Schabernack. Göttlinge sind tief mit ihrer Umgebung verbunden, sorgen sich um diejenigen, die in ihrer Nähe wohnen, und beschützen sie. Sie wachen über Menschen und Tiere, aber da sie von Natur aus scheue Kreaturen sind, versuchen sie, lieber unbemerkt zu bleiben. Göttlinge fühlen sich zu Freude und Unschuld hingezogen, lieben die Gesellschaft von Kindern und zeigen sich deshalb nur den Jüngsten. Diese fleißigen und schlauen Wesen verrichten gerne kleine Dienste für diejenigen, die unter ihrem Schutz stehen, und bitten nur um Respekt und Bezahlung in Form von Lebensmitteln oder ausrangiertem Werkzeug. Göttlinge schätzen den Frieden und die Ruhe. Wenn in einem Dorf, über das ein Göttling wacht, irgendwann zu viele Menschen leben oder die Bevölkerung die alten Bräuche vergessen hat, verlässt er seinen Bau für immer und zieht an einen anderen Ort.

BestiariumGolyatBestiarium

Der Legende nach war Golyat einstmals ein eidbrüchiger Ritter gewesen. Die Dame vom See hatte ihn bestraft und in jenen Riesen verwandelt, als er in die Berge floh. Seitdem kam er nur einmal im Jahr noch in die Zivilisation, wenn der Hunger ihn dazu zwang. Man kann nicht wissen, was an dieser Geschichte dran ist. Fest steht, dass besagter Riese höchst gefährlich war, Schafe und Schäfer auf einmal fraß und weithin dermaßen gefürchtet war, dass die Gouvernanten die Kinder mit Geschichten über ihn erschreckten, damit sie ihr Gemüse aßen. Golyat galt zwar als wilde, vernunftlose Kreatur, doch er nutzte einfache Werkzeuge, und in seinen Pranken wurde jeder Gegenstand zur tödlichen Waffe. Im Kampf gegen Geralt schwang Golyat einen Mühlstein - mit dem war jeder Streich vernichtend. Zum Glück hatte Geralt einige Erfahrung mit dem Töten von Riesen und machte kurzen Prozess mit Golyat, wobei ihm drei tapfere Ritter treulich zur Seite standen: Milton de Peyrac-Peyran, Palmerin de Launfal und Guillaume de Launfal.

BestiariumBies (Unholde)Bestiarium

Mit großem Bedauern muss ich Euer Gnaden mitteilen, dass Euer Gnadens Sohn bei der Jagd auf ein Bies gefallen ist. Er war auf der Stelle tot, wie auch sein Knappe, sein Führer, seine Treiber, seine Bauerngefolgschaft und seine Hunde. - Kavin Jell, Verwalter des Anwesens der Villepins bei Wyzima Bies sind lebende Muskelberge mit Hörnern und großen Zähnen. Wie ihre seltenen Verwandten, die Bumbakwetsch, leben sie in dichten Wäldern, Sümpfen und Mooren. Menschen gehen sie nach Möglichkeit aus dem Weg, aber wenn dies nicht möglich ist, töten sie sie mit Leichtigkeit.

BestiariumOpinicusBestiarium

Dünner Schaft, wenig Nebenfedern ... Ein Erzgreif. - Geralt von Riva

BestiariumUlfhedinnBestiarium

Ulfhedinn? Was ist denn das - ein Fisch? - Professor Artibus Joannes Rack, Geograf, seit einer Vermessungsexpedition auf Skellige verschwunden Ulfhedinn sind eine vorwiegend in Skellige zu findende Unterform der Werwölfe. Die rauen Bedingungen auf den Inseln erklären vielleicht, warum sie vorwiegend Menschen jagen und stärker als ihre Brüder auf dem Festland sind. Ältere und besonders gefährliche Ulfhedinn werden Worefs genannt. Bisher ist es nur wenigen Waghälsen auf Skellige gelungen, einen Ulfhedinn zu besiegen, und bis heute wird jeder von ihnen in Balladen als Held besungen.

BestiariumWeiße WitwenBestiarium

So eine Kreatur habe ich noch nie gesehen! Sie sah aus wie ein Riesentausendfüßler, aber sie war weiß - schneeweiß! - Bericht von Doktor Vittorius de la Vega nach seiner ersten Sichtung einer Weißen Witwe Diese seltene Riesentausendfüßler-Spezies lebt unterirdisch und verdankt ihren Namen ihrer ungewöhnlichen weißen Färbung. Sie verfügt wie der Riesentausendfüßler über einen harten Chitinpanzer und zahlreiche krumme Gliedmaßen, die daraus hervorragen. Manche Gelehrten züchten diese Kreaturen unter Laborbedingungen wegen ihres Albumins, das eine ausgezeichnete Basis für Mutagentränke darstellt.

BestiariumGrottoreBestiarium

Es war so: Ich war im Wald, und da ging ein Platzregen runter. Ich dachte mir, ich suche mir lieber einen Unterschlupf, als mir in meinem Alter eine Erkältung einzufangen. Also kroch ich in eine Höhle. Und da brüllt mich plötzlich irgendwas an! Ich rannte so schnell davon, dass der Wind meinen Mantel getrocknet hatte, als ich zu Hause ankam. - Velis Stail, Kräuterkundler

BestiariumSukkubenBestiarium

Schon wieder?! Ach du liebe Zeit, bin ich fertig ... - Lester aus Kleinheim zu einem Sukkubus, einige Tage vor dem Ablegen eines Zölibatsgelübdes Anders als andere Monster haben Sukkuben und Mänaden nicht das Bedürfnis, Menschen zu töten. Sie trinken kein Menschenblut und wollen normalerweise nichts Böses. Sie treibt nur eine Sache an: unersättliche Lust. Sie versuchen dieses Verlangen zu stillen, indem sie mit anderen humanoiden Völkern sexuelle Beziehungen eingehen. Allerdings muss man ihnen zugutehalten, dass ihre "Opfer" selten großen Widerstand leisten, was jedoch nicht heißen soll, dass Sukkuben oder Mänaden keinerlei Gefahr darstellen: Ihre nicht enden wollenden Annäherungsversuche, die zuerst als Vergnügen empfunden werden, haben schon manchen Mann in den Wahnsinn oder gar den Tod getrieben.

BestiariumErynienBestiarium

Ein Händler sagte einst, ich würde ihn an eine Erynie erinnern. Natürlich teleportierte ich ihn sofort zu einem ihrer Nester, damit er sehen konnte, was für ein unpassender Vergleich das war. - Lytta Neyd, die Zauberin, die auch als Koralle bekannt ist Es ist nur schwer vorstellbar, dass die in Skellige anzutreffenden Erynien noch widerwärtiger und gefährlicher als Harpyien sind, ihre nahen Verwandten. Obwohl sie am liebsten verdorbenes Aas fressen, verschmähen sie kein frisches Fleisch, auch nicht das von Menschen.

BestiariumEisriesenBestiarium

Ich bin einmal im Leben geflohen und zwar vor einem Eisriesen. Und weißt du was? Ich schäme mich kein bisschen. - Rasmund Kvaalkje, Rudersmann vom Clan Tordarroch Dieses kräftige, urzeitliche Monster ist wahrscheinlich der letzte Vertreter seiner Art. Der Eisriese ähnelt in vielerlei Hinsicht einem Menschen, ist aber so blau wie der Frost und größer als ein Baum. Obwohl er Verstand zu besitzen scheint, haben bisher alle Versuche, mit ihm zu reden, gleich geendet - mit dem schnellen und schmerzhaften Tod.

BestiariumTodesfeenBestiarium

Todesfeen heulen und kreischen, und wer sie hört, der weiß, dass er in der nächsten Nacht zu den Toten gehören wird. - Bettler aus Dun Dâre Alten Gerüchten zufolge sind Todesfeen die Geister von Frauen, die durch schreckliche Erlebnisse an der Schwelle zum Jenseits festhängen. Ihr Weinen und Schreien gilt als schlimmes Omen, das auf unausweichlichen Tod hinweist, auch wenn die Todesfeen selbst keine Menschen angreifen. Meist erscheinen sie als bleiche, tränenüberströmte Frauen mit eingesunkenen, totenartigen Gesichtern und Leibern.

BestiariumWaldteufelBestiarium

Ich sammelte Beeren, wie immer um die Jahreszeit, und da bebten plötzlich die Bäume ... und ich sah dieses ... dieses Ding ... - Fragment der Erzählung einer Frau, die aus dem Wald zurückkehrte Waldteufel sind eine Unterart jener Monster, die als Waldschrate bekannt sind. Man findet sie in schwer zugänglichen Waldbezirken mit wenig menschlichem Betrieb. Normalerweise greifen sie nicht unprovoziert an, doch wenn man ihnen zusetzt, können sie fürchterlich werden und Schaden anrichten, der ihren beträchtlichen Kräften entspricht. Ihr Appetit ist größer als der von tausend Hochzeitsgästen. Waldteufel gebieten über bestimmte Pflanzen und sind untrennbar mit ihnen verbunden. Wenn sich jemand an solchen Pflanzen vergreift, kriegt er es folglich mit dem Waldteufel zu tun.

BestiariumArachnomorphBestiarium

Die Spinne darf sich nicht mit der Fliege paaren. - Ophirisches Sprichwort Diese Redewendung ließe sich auch auf Arachnomorphe und alles anwenden, was ihnen nicht entfliehen kann - also praktisch jede andere Kreatur. Dabei müssen Bauern und Holzfäller sich noch am wenigsten vor ihnen fürchten, denn Arachnomorphe bevorzugen als entfernte postkonjunktive Verwandte der Spinnen tiefe, finstere Höhlen und abgelegene Moore. Wer dennoch auf einen Arachnomorph stößt, hat Glück, wenn er ein reines Gewissen und Ordnung in seine irdischen Belange gebracht hat, da sein Leben umgehend enden wird - vor Arachnomorphen kann man nicht davonlaufen, und nur ein paar wenige Hexer wissen sie zu töten. Noch schlimmer sind Arachnomorph-Colossi - aggressiver, gefährlicher und imstande, binnen Sekunden einen Ochsen zu verschlingen.

BestiariumEisgenienBestiarium

Ich dachte noch: Was macht ein Eisklumpen mitten im Labor? Und da sprang der Eisklumpen auf und brach mir die Beine. - Yannick Lovt, Einbrecher Eisgenien sind gefrorenes Wasser, magisch belebt. Sie verfügen weder über ein Bewusstsein noch über einen unabhängigen Willen, daher kennt ihr Gehorsam gegenüber ihrem Schöpfer keine Grenzen. Dessen Befehle bestehen in der Regel nur aus einem Wort: Töte!

BestiariumSilberbasiliskenBestiarium

Ein feines Paar Stiefel, sagst du? Bring mir das Leder eines Silberbasilisken, und ich fertige dir Stiefel an, um die dich die ganze Welt beneidet. - Anatole Wizholy, Schuster aus Beauclair

BestiariumSchleimlingeBestiarium

Einige Bauern boten mir einst eine königliche Summe, wenn ich einen Schleimling töten würde. Der Sack voll Gold war schwer, doch ... ich lehnte ab. Was hilft einem Gold, wenn man tot ist? Ein Schleimling ist kein verdammter Gabelschwanz. - Zator, einer der Haudegen von Crinfrid Schleimlinge werden oft mit Wyvern und Gabelschwänzen verwechselt. Doch Obacht: Schleimlinge sind hässliche und ungemein gefährliche Monster. Es ist keine gute Idee, sie mit Wyvern zu verwechseln. Diese können einen untrainierten Mann zwar auch in Sekunden zerreißen und verschlingen, doch nur Schleimlinge können ihn davor auch noch grillen.

BestiariumKrabbspinnenBestiarium

N'arache aen woed endicen [Keine schlafenden Krabbspinnen wecken]. - Elfensprichwort Mächtige Greif- und Beißwerkzeuge und Giftdrüsen randvoll mit tödlichen Toxinen - dies ist das Waffenarsenal der Krabbspinnen. Da sich die Kreaturen vorwiegend von Menschen und Nutzvieh ernähren, machen Krabbspinnenaufträge oft einen Großteil der Hexereinkünfte aus.

BestiariumWichteBestiarium

Die Toten schätzen angeblich die Stille. Davon weiß ich nichts, aber auf Wichte trifft es eindeutig zu. - Heinrich von Grott Wichte wirken zwar nicht wie besonders freundliche Kreaturen, aber es gibt keinen Anlass, ihnen feindselig zu begegnen. Wenn man sie in Ruhe lässt, gefährden sie niemanden. Sie sind viel mehr an ihren Suppenkesseln und Gebräuen als an Kämpfen interessiert. Diese Spezies lebt häufig auf alten Begräbnisstätten, wird aber auch an neueren Friedhöfen oder bei Massengräbern angetroffen. Wichte verbringen die kalte Jahreszeit in einer Art Winterschlaf. Sie leben als Einzelgänger. Von einem rudelweisen Auftreten ist noch nie berichtet worden. Wenn Wichte ihr Territorium bedroht sehen, wozu ein Betreten desselben schon genügt, verwandeln sie sich in fürchterliche Gegner und können entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten sogar andere Monster zu ihrer Unterstützung herbeirufen.

BestiariumNachtmahrBestiarium

Nachtmahre sind nichts als schlechtes Gewissen, Schuld und unvergebene Untaten. Es sind jene Kerle, die sich erst mit leichten Weibern rumtreiben und dann nachts nicht schlafen können, die dann Geschichten von Nachtmahren und sonstigen Phantomen erfinden und in der Taverne zum Besten geben. - Sabine von Dal, Mystikerin und Priesterin des Propheten Majoran

BestiariumBärenBestiarium

Kennst du das "Lied vom Bären, der auf den Berg stieg, um zu sehen, was von dort zu sehen ist"? Das ist der größte Unsinn, den ich je gehört habe. Wenn ein Bär auf einen Berg klettert, tut er das nicht, um Ausschau zu halten, sondern um zu jagen. Zu töten. - Jahne Oldak, königlicher Jäger Bären sind Allesfresser, was bedeutet, dass sie Menschen ebenso wenig verabscheuen wie Beeren, Wurzeln und Lachs. Wenn sie Menschen verschlingen, dann sind das hauptsächlich Reisende, die unvorsichtigerweise in ihr Revier eingedrungen sind, oder Jäger, deren Ziel es ist, diese Tiere zu erlegen. Es gibt mehrere Arten von Bären: Schwarzbären, Polarbären und Höhlenbären. Sie unterscheiden sich in ihrer Farbe, aber auch in ihrer Größe und Stärke voneinander. Allen ist jedoch eine Sache gemein: die nahezu unübertroffene Fähigkeit zu töten.

BestiariumArchesporenBestiarium

Sieht wie eine Blume aus. Eine hässliche, abstoßende Blume. - Blasco Tennerbe, letzte Worte Archesporen sehen wie unästhetische Riesenblumen aus, die an den außergewöhnlich grausamen und blutdurstigen Sonnentau gemahnen. Leider sind sie noch weitaus gefährlicher als der riesigste Sonnentau. Ihr besonderes Äußeres macht sie von anderen Pflanzen schwer zu unterscheiden. Wenn man nahe genug heran ist, um ihre Identität zu erkennen, ist es meist zu spät zum Fliehen. Einem landläufigen Glauben zufolge sind Archesporen verfluchte Pflanzen, die in Boden gedeihen, der mit dem Blut von Sterbenden gedüngt wurde. Tatsächlich findet man sie besonders häufig an Orten, an denen Pogrome, blutige Rituale und grausame Morde verübt wurden. Bis heute wurden vier Arten von Archesporen katalogisiert, die sich jeweils in der Farbgebung unterscheiden: Braun (am wenigsten gefährlich), grün, violett (größte Gefährlichkeit) sowie gelb als Variante, die von Magiern in Ban Ard kultiviert wurde und deren Stärke etwa der von grünen Archesporen entspricht.