BETRACHTUNGEN
- Die ersten Einträge findest du nach Spielbeginn unter Bücher. Weitere kommen im Laufe der Geschichte hinzu.

- Sobald der Eintrag erscheint, erzählen Sie weiter. Sie brauchen keine Kiste für diesen Eintrag.
- DAS WULIN DER PHANTOMWELT · Die Phantomwelt grenzt im Osten an ein endloses Meer und im Norden an Schneefelder und Gletschereis. Im Westen erstreckt sich eine gewaltige Wüste, im Süden bedecken Vulkane und Sumpfgebiete das Land. Ihre Ebenen verdanken ihren Wohlstand dem Ackerbau, ihre Flüsse und Küsten dem Handel. Ihre abgelegenen, kargen Berge und Ödlande sind nur dünn besiedelt oder von unablässigem Aufruhr geprägt. Doch überall, wo Menschen leben, begegnen sich die unterschiedlichsten Stände und Berufe. Mit ihnen kommen all die Wünsche, Gefühle und Beweggründe, die das menschliche Miteinander bestimmen. Einer zieht allein seines Weges, zwei reichen einander die Hand, drei finden sich zusammen: So entsteht das Wulin. Tausende große und kleine Sekten, Händler und Arbeiter aller Art bilden gemeinsam seine vielgestaltige Gemeinschaft. An Intrigen und Verrat hat es dem Wulin nie gefehlt, und niemand konnte sich lange an seiner Spitze halten. Doch aufrichtige Gefühle wird es immer geben. In ihnen liegen die Würde und das Licht des Menschseins, die selbst der grausamste Wettstreit nicht auslöschen kann.
- DAS MANDAT · Ein mächtiges Bündnis der großen Sekten des Wulin. Der Lóng-Clan, damals die herrschende Macht im Wulin, vereinte achtzehn bedeutende Sekten zum Mandat. Im Laufe der Zeit wuchs das Bündnis, bis ihm mehr als 170 Kampfkunstsekten angehörten. Seit dem Untergang des Lóng-Clans schwindet jedoch sein Einfluss. Vor neun Jahren brach die Maskenwanderer-Krise aus und versetzte das Wulin in Angst und Unruhe. Das Mandat sammelte seine Streitkräfte zum Kampf gegen die Maskenwanderer, konnte jedoch wenig ausrichten und erlitt schwere Verluste. Seither steht das Bündnis kurz vor dem Zerfall.
- PANGZHEN · Eine Stadt im Osten, die durch ihren gekühlten Wein zu Wohlstand gelangte. Zahlreiche Tavernen und Speisehäuser, eine reizvolle Landschaft und das örtliche Brauchtum prägen das Leben hier. Wohlhabende Kaufleute kamen in Scharen, um Grundbesitz zu erwerben und sich niederzulassen. Zwölf einflussreiche Kaufleute der Stadt errichteten gemeinsam eine kleine Gildenhalle. Später wurde sie zum Anwesen der Trugbilder ausgebaut, einer Stätte großer Aufführungen.
- AUSSENPOSTEN, SELTENE ORTE DER RUHE · Als der Aufstand der „Maskenwanderer“ begann, errichtete das Mandat im gesamten Wulin Außenposten. Müde Wanderer, Händler und Reisende konnten dort Rast machen. Doch die Maskenwanderer wüteten immer heftiger, und die Anhänger des Pfades der Rechtschaffenheit verloren an Einfluss. Nach und nach verfielen die Außenposten. Selbst dort, wo die Gebäude noch stehen, ist niemand geblieben, der sich um sie kümmert. Die wenigen Außenposten, die noch von Anhängern des Pfades der Rechtschaffenheit bewacht werden, sind zu seltenen Orten der Ruhe geworden.
- RUINEN DES SHA-CHI-TURMS · Nach dem Fall der Elf wurden alle Sha-Chi-Transzendenztürme zerstört, in denen Maskenwanderer erschaffen worden waren. Nur die Öfen im Inneren blieben erhalten. Da niemand wusste, wie man sie abschaltete, liefen sie Tag und Nacht weiter. Ihr schwarzer Rauch verdunkelte den Himmel. In den letzten Jahren haben sich jedoch seltsame Veränderungen in den Ofenkernen vollzogen. Wer tief in die Türme vordringt, verfällt leicht ihrem Einfluss, und sein Körper wird allmählich hart wie Metall. Manche Mönche beherrschen allerdings Techniken, mit denen sie dieser Verderbnis widerstehen und ihre Kraft sogar für sich nutzen können. Ihre Wunden bluten nicht, Gift und Flammen können ihnen nichts anhaben, und nur Blitze können sie zu Fall bringen. In jüngster Zeit hat dies zahlreiche Mönche tief in die Ruinen gelockt. Doch welche Macht steckt wirklich dahinter?
- WAS IST IN DER LÓNG-SÄULE VERSIEGELT? · Die Lóng-Säule in diesem Tal mag zum Greifen nah erscheinen, doch du musst eine Berghöhle durchqueren, um sie zu erreichen. Vor langer Zeit setzten Illusionisten ihre Phantomkünste ohne jede Zurückhaltung ein. Leichtfertig öffneten sie Risse in der Phantomwelt, die das Reich des Erwachens mit der Dissonanz verbanden. Schließlich lösten sie damit eine verheerende Katastrophe aus. Die Zusammenhänge hinter all dem könnten mit dem Lóng-Clan verknüpft sein, der damals über das Wulin herrschte. Um die Menschen zu beruhigen, scheute der Clan keine Kosten und versammelte kundige Meister. Diese erschufen „Gedankensiegel“, um die Eingänge der Durchgänge zu versiegeln. So entstanden die Lóng-Säulen, die überall in der Phantomwelt zu finden sind. Heute liegen die meisten Lóng-Säulen in Trümmern, zerstört beim Untergang des Lóng-Clans und während des Aufstands der Maskenwanderer. Einige der erhaltenen Säulen wurden jedoch auf unerklärliche Weise von ebenjenen Dingen „erweckt“, die sie versiegeln sollten, und weisen nun auf eine große Gefahr hin. Quillt diese Lóng-Säule deshalb vor Sha-Chi über?
- DIE DISSONANZ · Die Dissonanz ist ein eigenes Reich, in dem Zeit und Raum anderen Gesetzen folgen als im Reich des Erwachens. Zahllose Illusionisten suchten mithilfe ihrer Phantomkünste Zugang zu ihr. Je weiter sie die Dissonanz erschlossen, desto deutlicher wurden ihre gewaltigen Ausmaße und ihre Vielschichtigkeit. In der Dissonanz kann das menschliche Bewusstsein durch Projektion neue Dinge und ganze Szenerien erschaffen. Selbst das zurückgebliebene Bewusstsein Verstorbener kann hier fortbestehen. In den Kämpfen innerhalb der Dissonanz fließt zwar kein Blut, doch sie sind umso gefährlicher. Wer unterliegt, kann sich in den Illusionen des Siegers verlieren und mit seinem Geist unter dessen Kontrolle geraten.
- Karmesinwald · Einst war der Karmesinwald ein Land von tiefem Grün. Vor zwei Jahren legten die Streitkräfte des Mandats unter Führung der Säulen von Kunlun den Maskenwanderern hier einen Hinterhalt. Die Schlacht war erbarmungslos. Auf beiden Seiten türmten sich Leichen; zahllose Menschen starben oder wurden verwundet. Sha-Chi vermischte sich mit dem vergossenen Blut, sickerte in die Wurzeln und breitete sich durch die Adern der Blätter aus, bis der gesamte Wald karmesinrot gefärbt war. Noch immer streifen Banditen und Plünderer durch diese Wälder, deren Körper mithilfe der zurückgelassenen verderbten Relikte verändert wurden. Die roten Blätter sind nur noch leuchtender geworden, als weinte der Wald selbst Blut.
- Wer ist Schnelle Hand Zhang? · Einst zog ein legendärer Wanderer durch das Wulin. Er nahm so viele Gestalten an, dass niemand mehr sagen konnte, welche echt und welche falsch war. Er besaß sogar mehrere Spiegelbilder seiner selbst. Aus angesehenen Sekten stahl er kostbare Waffen und seltene Kampfkunsthandbücher, doch den Armen nahm er nicht einmal ein Reiskorn. Nun ist eine weitere sonderbare Gestalt im Wulin aufgetaucht. Zwar besitzt er nur fünf Spiegelbilder, doch sein Angebot an ungewöhnlichen Waren lässt kaum einen Wunsch offen: Lösungsmittel, Metalle, Räucherasche, Talismane … Er hat alles. Alles von Wert kann bei ihm eingetauscht werden. Selbst in Zeiten wie diesen wagt niemand, ihn zu bestehlen. Wer es dennoch versucht, bekommt entweder nicht einmal seinen Schatten zu fassen oder hängt wenig später hoch oben in einem Baum, festgehalten von seinen mit Münzen bestückten Wurfmessern. Vor Kurzem nahm er einen neuen Auftrag an: Für einen Auftraggeber von außergewöhnlichem Rang soll er mehrere verschollene Relikte wiederbeschaffen. Wer er wirklich ist? Seinem Alter nach kann es sich kaum um den legendären Wanderer selbst handeln. Wahrscheinlich handelt es sich um dessen Sohn oder Neffen.
- DIE BAISHAN-SEKTE · Die vor mehreren Jahrhunderten gegründete Baishan-Sekte zählte einst zu den großen Sekten des Wulin und war eine tragende Säule des Pfades der Rechtschaffenheit. Das änderte sich während der feierlichen Amtseinführung ihrer neuen Anführerin. Dugu Linghe richtete mithilfe der Transzendenz ein Blutbad in Baishan an, um den Jahre zurückliegenden Tod ihres Kindes zu rächen. Von diesem Schlag erholte sich die Sekte nie wieder vollständig. Als die Baishan-Sekte kurz vor dem Zusammenbruch stand, übernahm Bi Taotao ihre Führung und versammelte die Schülerinnen um sich. Gemeinsam schlossen sie sich den rechtschaffenen Kräften unter den Drei Säulen von Kunlun an, um gegen die Maskenwanderer zu kämpfen.
- EIN SPIEGELHOLZ-TAGEBUCH · Heute verirrte ich mich auf einer einsamen Wanderung tief in den Wald. Dichter Dunst zog auf und nahm mir jede Orientierung. Dann stand ein uralter Banyan vor mir. Seine knorrige Rinde wand sich in Mustern, die zu keinem gewöhnlichen Baum gehörten. In den Rissen des Stammes, ich schwöre es, war ein menschliches Gesicht gewachsen – lebensecht in seinen Gesichtszügen, unheilvoll in seinem Ausdruck. Mir gefror das Blut in den Adern. Plötzlich brach rings um den Baum eine böse Macht hervor, als hätten Himmel und Erde sich nach außen gekehrt. Widernatürliche Schreckensgestalten brachen aus dem Nichts hervor … Entsetzen packte mein Herz, und ich suchte verzweifelt nach einem Ausweg.
- Dorf Lu · Zwischen Bergen und Wasser liegt das Dorf Lu, nicht weit von Pangzhen. Vor Jahren gruben Schmuggler heimlich einen Tunnel zwischen Dorf und Stadt, um verbotene Waren hin und her zu schaffen. Hinter dem Dorf, nördlich des Meigu-Sees, steht auf dem Berg der Gefangenschaft die Ahnenhalle der Familie Lu. Dort werden Generationen ihrer Vorfahren verehrt. Selbst nach dem Aufstand der Maskenwanderer, als die verbliebenen Maskenwanderer die Gegend weiter heimsuchten, weigerten sich viele Dorfbewohner, ihre Heimat zu verlassen. Später kamen die Säulen von Kunlun, um die verbliebenen Maskenwanderer zu jagen, und brachten dem bedrängten Dorf ein wenig Sicherheit und Hoffnung. Doch nach dem verlustreichen Sieg vor einem Jahr traten die Säulen von Kunlun nie wieder gemeinsam im Mandatlager auf. Das Lager selbst war schwer geschwächt, Unruhen breiteten sich in seinen Reihen aus, und bald bestand das Mandat nur noch dem Namen nach. Erneut hatten die Bewohner von Dorf Lu niemanden, auf den sie sich verlassen konnten. Seitdem scheinen sie jeden Gedanken an bewaffneten Widerstand aufgegeben zu haben. In den vergangenen zwei Jahren hat die Verehrung von der Barmherzigen Herrin des Blütenschleiers, im Dorf tiefe Wurzeln geschlagen und begonnen, sich weit darüber hinaus auszubreiten.
- Der Lóng-Clan · Der Lóng-Clan stand an der Spitze des Mandats und galt weithin als die bedeutendste Familie im Wulin. Der Clan begann mit Kaufleuten und erlangte nach und nach die Kontrolle über große Teile des Vermögens und Handels im Wulin. Mit der Zeit entwickelte er auch eigene, einzigartige Kampfkünste und wurde für seine kennzeichnende Goldene Schwertenergie berühmt. Doch der Lóng-Clan gebot nicht nur wegen Reichtum und Kampfkraft Respekt. Bekannt für ehrenhaftes, aufrichtiges Handeln, erwarb er den Ruf eines vertrauenswürdigen Streitschlichters in der ganzen Kampfkunstwelt. Deshalb achteten viele traditionelle Sekten des Mandats seine Autorität und schlossen sich ihm bereitwillig an. Indem er Verbündete sammelte und mit Rivalen erbarmungslos verfuhr, blieb der Lóng-Clan über Generationen hinweg mächtig. Doch trotz seiner Blütezeit hörten die internen Machtkämpfe nie wirklich auf.
- Die Bastion von Mó · Die Bastion von Mó war einst die einzige geächtete Macht im Wulin, die es mit dem Lóng-Clan aufnehmen konnte. Ihre Vorfahren gerieten durch Zufall in eine Fehde mit dem Lóng-Clan. Von da an begegneten die orthodoxen Mächte des Wulin unter seiner Führung der Bastion mit Feindseligkeit und Unterdrückung. Die Menschen der Bastion entstammten einer ungewöhnlichen Blutlinie und waren von Natur aus stolz und distanziert. Sie hatten wenig Interesse an Machtkämpfen, fürchteten aber auch jene nicht, die sich ihnen entgegenstellten. Durch ihren Widerstand gewannen sie die Unterstützung von Sekten am Rande des Wulin und aufbegehrenden Ausgestoßenen. So wurde die Bastion zur Zuflucht für jene, die als „Ketzer“ gebrandmarkt waren. Anders als der Lóng-Clan blieb die Bastion von Mó für sich und gründete nie eine Sekte. Ihre Bewohner waren wenige, doch gemeinsame Ideale verbanden sie. Ihre besonderen Kampfkünste und ihre eigene Art zu handeln verliehen der Bastion etwas Geheimnisvolles und machten sie zu einer gefürchteten Macht im ganzen Wulin. All das endete vor über dreißig Jahren, als die Bastion von Mó in einem lange geplanten Brand vernichtet wurde.
- Pavillon des Wissens · Der Pavillon des Wissens ist die wichtigste Quelle für Nachrichten und Informationen im Wulin. Er unterhält mehr als fünfzig Zweigstellen in der gesamten Phantomwelt. Keine dieser Zweigstellen wird von jemandem geführt, der sich „Kind der Erkenntnis“ nennt. Tatsächlich gibt es im ganzen Wulin keine einzelne Person dieses Namens. Erst die Leiter all dieser Zweigstellen zusammen bilden das sogenannte „Kind der Erkenntnis“. Unter dem Himmel gibt es nichts, das ihm verborgen bleibt.
- BESCHÄDIGTE „KARTE DES BERGPFADS“ · (Eine schlichte, mit groben Strichen angefertigte Skizze. Der Tempel der Herrin ist besonders hervorgehoben. Der Weg dorthin dauert etwa so lange, wie zwei Räucherstäbchen brennen.)
- DIE SECHS ANBLICKE VON MEIGU · Vor hundert Jahren lieferten sich hier Armeen erbitterte Schlachten. Weiße Knochen versanken im Schlamm. Jahre später fanden Fischer die Karpfen dieser Gewässer ungewöhnlich prall und wohlschmeckend, weit besser als die Fänge anderer Orte. Auch Pflaumenbäume gediehen am Ufer, ihre Blüten in sattem Karmesinrot. Mit der Zeit errichteten Gelehrte und andere kultivierte Männer hier ihre Rückzugsorte. Sie mieden den unheilvollen Namen „Maigu“, „Begrabene Knochen“, und gaben dem Ort den anmutigeren Namen „Meigu“, „Pflaumental“. Sie bauten Musikhäuser, um die Blüten zu bewundern und Liedern zu lauschen. Doch in regnerischen Nächten hallen das Klirren der Waffen und das Donnern der Kriegspferde noch immer nach.
- ORTSLEXIKON DES SEELENSPALTBERGS · Der Seelenspaltberg liegt am nordwestlichen Rand des Meigu-Sees. Sein Gelände ist seltsam und gefährlich, wo sich ein Bergkamm über den anderen erhebt. Der höchste und tückischste von ihnen ist die Seelenspaltklippe. Vor Jahren erschien auf ihrem Gipfel plötzlich ein seltsames Phänomen, dessen unheilvolle Aura bis in den Himmel drang. Noch am selben Tag fiel Schnee, der in all den Jahren seither nie geschmolzen ist, und nur wenige Reisende wagen sich seither noch in die Gegend. Manche sagen sogar: „Wenn Frost und Schnee herabfallen, vergehen Götter und Geister!“
SpielstartseitePhantom Blade ZeroAlle Spiele